VfL Münster stemmt „Moret-Triathlon“

Bei den Staffeln hat der Gastgeber die Nase vorn

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Ein letzter Blick zurück, dann ging´s los: zwei Kilometer schwimmen im Hardt-See.

Münster - Optimaler Samstag für den VfL Münster: Beim „29. Moret-Triathlon“ durfte sich die Triathlon-Abteilung des Vereins nicht nur über das in den letzten Jahren selten gesehene trockene Wetter und ein seit Langem ausverkauftes Starterfeld freuen; die Staffel des VfL gewann auch noch diesen Wettbewerb und sorgte damit für ein sportliche Glanzlicht. Von Jens Dörr

Das setzte insgesamt betrachtet der Dieburger Sean Donnelly, der die Strecke von zwei Kilometern im Hardt-See bei Babenhausen, 80 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer Laufen rund um das Altheimer Sportzentrum noch schneller als im Vorjahr bewältigte und seinen Hessenmeister-Titel verteidigte (weiterer Bericht heute im Sportteil, ein zusätzlicher Bericht mit den Ergebnissen der heimischen Läufer folgt auf diesen Seiten in einer der nächsten Ausgaben).

Hessenmeister auf der Halbdistanz

Daumen hoch: Für den Fotografen blieb die Sportlerin locker.

Donnelly war mit seinen 4:02:26 Stunden vier Minuten früher im Ziel als 2012. Damit wurde er erneut Hessenmeister auf der Halbdistanz. Schon seit vielen Jahren trägt der Hessische Triathlon-Verband seine Landesmeisterschaften auf dieser Strecke beim Wettkampf des VfL aus. Mitfavorit Felix Sämmler machte Donnelly allerdings bis zum Schluss Druck – wie der Dieburger startet er für den DSW Darmstadt und kam nur zwei Minuten hinter ihm ins Ziel. Diese Zeit hätte im Vorjahr zum Titel gereicht. „Das war ganz schön eng“, meinte auch Andreas Kropp, Vorsitzender des VfL Münster, selbst aktiver Triathlet und mehrfacher Vereinsmeister des VfL.

Auch bei den Frauen gewann in Susan Blatt, die unter ihrem früheren Namen Susan Dietrich bekannter ist, eine Athletin des DSW Darmstadt und zugleich die Topfavoritin. In 4:18:42 Stunden siegte sie ohne ernsthafte Gefährdung, war 16 Minuten schneller als die Vize-Hessenmeisterin. Eine, die ihr hätte gefährlich werden können, wurde disqualifiziert: Nina Kuhn ignorierte zweimal die „Stop-and-go-Linie“. Die hatten die Organisatoren auf der Radstrecke zweimal aus Sicherheitsgründen eingebaut. „Das darf einem Quasi-Profi nicht passieren, schließlich haben wir das in der Wettkampfbesprechung klar angesprochen“, so Kropp. Die Wettkampfrichter kannten entsprechend kein Pardon. 51 Frauen und 286 Männer wurden am Ende im Ziel gewertet.

Moret-Triathlon mit ausverkauftem Starterfeld

Moret-Triathlon mit ausverkauftem Starterfeld

Während Kuhn den Samstag nicht in allzu guter Erinnerung behalten dürfte, waren die ersten Reaktionen der Athleten – etwa auf der Facebook-Seite zum Wettbewerb – überwiegend positiv. „Wir hatten auch überhaupt keine Probleme mit dem Ablauf“, freute sich Kropp stellvertretend für ein Team aus mehr als 200 Helfern von Verein, DLRG Babenhausen, Johanniter Dieburg, Feuerwehr und Polizei. Auch T-Shirts und Pokale, die wegen des Hochwassers etwa in Bayern einige Tage lang auf ihrem Weg gen Südhessen hängen geblieben waren, waren rechtzeitig eingetroffen.

Der Zeltabbau am Sonntagvormittag war aus organisatorischer Sicht der letzte Akt beim diesjährigen „Moret-Triathlon“. Am Samstag nutzten bereits die ersten 30 Sportler die Chance, sich für den Wettkampf 2014 anzumelden. Eine passende Zahl - schließlich feiert der Wettbewerb nächstes Jahr seine 30. Auflage. Erneut öffnen wird die Ausschreibung zu Beginn der Adventszeit. Dann wird es aufs Neue nur wenige Tage dauern, bis es wieder heißt: Wettkampf ausgebucht.

Quelle: op-online.de

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