Motto: Mehr Netto vom Brutto

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Ein optimistischer FDP-Chef: Karl-Friedrich Enderle.

Münster - Mit 18,2 Prozent aller Stimmen hat die FDP in Münster ein überragendes Resultat bei der Bundestagswahl erzielt und die Marke von 2005 um über sieben Prozent übertroffen. Wie nimmt der Vorsitzende der Liberalen in Münster dieses Resultat auf? Unsere Mitarbeiterin Jasmin Frank sprach mit FDP-Chef Karl-Friedrich Enderle.

Herr Enderle, welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis auf Münster?

Das Motto der FDP ‚Mehr Netto vom Brutto’ bleibt keine reine Parole mehr, ich gehe davon aus, dass wir eine Senkung der Lohnnebenkosten herbeiführen können.

Was ist denn bei den Finanzen konkret geplant?

Die FDP ist für die Einführung eines Bürgergeldes, das Hartz IV ablösen soll. Dabei soll hinzuverdientes Geld geringer angerechnet werden, als bisher, um größere Anreize zu schaffen, arbeiten zu gehen.

Welche weiteren Ziele verfolgt die Partei aktuell in ihrer Heimatgemeinde?

Unser primäres Ziel ist, wieder eine Liste aufzustellen, um erneut in die Gemeindevertretung gewählt werden zu können, wir freuen uns deshalb über Zuwachs. Es ist nie gut, wenn eine Partei zu lange alleine das Sagen hat, wir brauchen wieder mehr Vielfalt. Das sieht man auch an den neuesten Beschlüssen: Münster galt mal als reichste Gemeinde im Landkreis, nun ist der Haushalt defizitär. Und wo wird gekürzt? Im Sozialbereich. Die Eintrittspreise des Hallenbades und die Friedhofsgebühren wurden stark erhöht. Damit sind wir nicht einverstanden.

Warum sollten Münsterer Bürger sich für die Ortspolitik stark machen?

In einer Gemeinde kann man viele Probleme direkt erfassen und angehen. Wir hatten hier ein überdurchschnittlich gutes Wahlergebnis, das gibt unserem Ortsverband Auftrieb. Wir hoffen, von diesen Wählern auch einige Mitstreiter für die nächste Wahl in Münster zu gewinnen.

Quelle: op-online.de

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