Bestmögliche Lösung für alle das Ziel

Mozartstraßensanierung „in entscheidender Phase“

In drei Teilabschnitten soll die Mozartstraße saniert werden. Wie sie dann aussieht, ist noch offen. Auch eine Empfehlung an die Gemeindevertretung gibt es noch nicht.
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In drei Teilabschnitten soll die Mozartstraße saniert werden. Wie sie dann aussieht, ist noch offen. Auch eine Empfehlung an die Gemeindevertretung gibt es noch nicht.

Die Sanierung der Mozartstraße war am Montagabend Thema im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss. In der nächsten Gemeindevertretersitzung soll beschlossen werden, nach welcher Variante sie ausgebaut wird. Eine Empfehlung haben die Ausschussmitglieder noch nicht ausgesprochen.

Münster – So wirklich vorangekommen ist die Entscheidung in Sachen Sanierung der Mozartstraße nicht. Zwar stand das Thema auf der Tagesordnung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am Montagabend und wurde auch breit diskutiert. Aber eine Empfehlung für die Gemeindevertretung am kommenden Montag, 7. Juni, 19 Uhr, kam dabei nicht zustande.

Neben den drei bekannten Varianten (siehe Kasten) haben die Ausschussmitglieder Michael Ries, Günter Huther, Boris Rudolph (alle CDU), Jürgen Müller, Renate Waldschmitt (beide SPD), Matthias Mattheis (FDP) und Ausschussvorsitzender Julian Dörr (ALMA-Die Grünen) außerdem noch die von Anwohnern erarbeitete Variante 1a diskutiert.

Die Varianten

Variante 1: Vorzug für Fußgänger und Fahrradfahrer (Gehwege 2,5 Meter, Fahrbahn 5 Meter)
Variante 1a: Vorzug der Anwohner (Gehwege 2,2 Meter, Fahrbahn 5,60 Meter)
Variante 2: Vorzug für geregeltes Parken (Gehwege 2 Meter, 2 Meter Parken, Fahrbahn 4,5 Meter)
Variante 3: Vorzug Verkehrsfluss (Gehwege 1,75 Meter, Fahrbahn 6,5 Meter)

Michael Reitzel, Inhaber des für die Planung zuständigen Ingenieurbüros aus Groß-Zimmern, empfahl auf Nachfrage allerdings die Varianten 2 oder 3. Denn Variante 1 und die davon abgeleitete 1a würden wegen der engen Fahrbahn zum Rasen verleiten. Denn wenn ein Autofahrer aus der Entfernung ein anderes Fahrzeug sehe, bestehe die Möglichkeit, dass er extra schneller fährt, um die Engstelle vor seinem Gegenüber zu passieren.

Aktuell sei man bei der Planung bei etwa 20 Prozent angekommen. „Das ist noch eine recht frühe Phase“, sagte Reitzel bei seiner Präsentation. „Aber es ist die entscheide Phase – weil Sie jetzt entscheiden müssen.“ Doch die Entscheidung ist zunächst einmal vertagt. Die soll eigentlich am kommendenden Montag in der Gemeindevertretung gefasst werden. Doch bis dahin wolle man sich die Unterlagen noch einmal genau anschauen und müsse sich klar werden, für was die Straße gebaut werden soll, meinte Boris Rudolph (CDU). Gerade mit Blick auf Fußgänger, Autofahrer, Radfahrer, die mögliche Anbindung ans Frankenbachgelände, aber auch für die Landwirte, die die Straße benutzen müssten. Eine Optimallösung wird es dabei wohl nicht geben, aber das Ziel müsse es sein, „die bestmögliche Lösung für alle zu finden“.

Behindertenbeauftragte Monika Grimm soll in barrierefreie Planung eingebunden werden

Derweil ist in allen Varianten die Begrünung in Form von Pflanzflächen mit Bäumen eingeplant. Das Thema Barrierefreiheit, insbesondere in Einmündungsbereichen mit Boden, werde im Rahmen der Entwurfsplanung (Detailplanung) behandelt, sagte Reitzel am Montagabend. In diese Planung wird dann auch die Behindertenbeauftragte der Gemeinde Münster, Monika Grimm, eingebunden. Diese Planung soll laut Reitzel knapp acht Wochen dauern. Ist die abgeschlossen, wird die Mozartstraße schließlich über neun Monate hinweg in drei Abschnitten saniert. (Von Lars Herd)

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