ALMA-Kandidat Bonifer-Dörr

Widerstand gegen Logistik-Center 

Altheim - Der kluge Schachzug der Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Dieburger Dreiecks, die drei Kandidaten zur am 25. Mai anstehenden Bürgermeisterwahl in Münster einzuladen, musste ja von Erfolg gekrönt sein. Von Thomas Meier 

Welcher Kandidat könnte sich schon gegen das Anliegen der Altheimer wenden, sie gegen den geplanten Bau eines riesigen Reifenlagers vor den Toren ihres Ortsteiles zu unterstützen. Doch am meisten lehnte sich gegen das umstrittene Dieburger Unterfangen Gerhard Bonifer-Dörr aus dem Fenster. Sein Protest gipfelt in der Aussage: „Auch Aktionen des zivilen Ungehorsams dürften letztlich im Widerstand gegen das riesige Reifenlager an der Münsterer Gemarkungsgrenze nicht ausgeschlossen werden. “ Seine Minimalforderung: Den Widerstand gegen das Fiege-Logistik-Center aufrecht erhalten.

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Angesichts der vielen Ungereimtheiten bei den Berechnungen zukünftiger Belastungen durch das Logistik-Center Fiege, die die Bürgerinitiative BIBDD in den Planungsunterlagen aufgedeckt habe, forderte der ALMA-Bürgermeisterkandidat am Dienstagabend, dass im Widerstand gegen diese monströse Anlage nicht nachgelassen werden dürfe. „Wir haben mit den Dieburger Grünen auf deren Klausurtagung im Herbst des letzten Jahres intensiv diskutiert und die aus unserer Sicht drohenden Gefahren dargelegt“, erläutert Bonifer-Dörr, der seit 1984 Mitglied der Ökopartei ist. „Leider“, so sein Zwischenfazit, „hat sich nur ein kleiner Teil der Dieburger Grünen überzeugen lassen, die Finger von solcher Gewerbeansiedlung zu lassen.“

Geschlossene Reihen im Parlament

Bonifer-Dörr forderte auch seine beiden Konkurrenten um den Bürgermeistersitz in Münster, Udo Beutler (CDU) und Gerald Frank (SPD), dazu auf, ebenfalls nochmals mit ihren Parteikollegen in Dieburg das Gespräch zu suchen. „Allerdings,“ so räumte Bonifer-Dörr ein, „müssen wir erkennen, dass in Dieburg die Reihen im Parlament derzeit nahezu fest geschlossen sind. Die Dieburger wollen die Planungen durchziehen, von denen am meisten die Altheimer und Münsterer direkt betroffen sein werden.“

Er kündigte an, dass die Alternative Liste darauf drängen werde, dass der Gemeindevorstand Münsters eine Antwort auf seine Bedenken und Einwendungen einfordert, die er dem Dieburger Magistrat übermittelt hatte (wir berichteten). Auch Aktionen des zivilen Ungehorsams dürften letztlich im Widerstand gegen das riesige Reifenlager an der Münsterer Gemarkungsgrenze nicht ausgeschlossen werden.

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Noch am Dienstagabend bat Bonifer-Dörr den Ausschussvorsitzenden Beutler (Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Münsterer Gemeindevertretung) die Angelegenheit Fiege auf die Tagesordnung des nächsten Ausschuss-Termins zu nehmen.

Quelle: op-online.de

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