Ausländerbeirat lädt zu Begegnungen ein

Missstände im Breitefeld auf Fest beleuchten

Münster - „Demokratie braucht jede Stimme – Kommunales Wahlrecht für Alle!“ Dies steht über einem Fest der Begegnung, zu dem der Ausländerbeirat Münsters für Samstag, 21. September, in den Ortsteil Breitefeld einlädt. Von Thomas Meier

Die Aktion wurde sehr kurzfristig anberaumt, vergangenen (Kerb-)Sonntag eigens eine Sondersitzung des Ausländerbeirates einberufen, dieses Fest noch fristgemäß auf die Beine zu stellen.

Wie die Vorsitzende des Beirates, Hülya Lehr, mitteilt, leben derzeit im Ortsteil Münster-Breitefeld „offiziell“ rund 240 Personen ohne deutschen Pass. „Sie leben im Abseits unserer Gemeinde und werden vom gesellschaftlichen Leben bedingt durch die Infrastruktur ausgeschlossen“, beklagt der Ausländerbeirat, der an dieser Situation etwas ändern und mit diesem Fest „ein Zeichen der Willkommenskultur“ setzen möchte.

Die überwiegend ausländischen Bewohner des Breitefelds seien kürzlich auf den Ausländerbeirat zugekommen mit der Bitte, auf unzumutbare Zustände hinzuweisen. Fürs Breitefeld gibt es keine öffentliche Verkehrsanbindung. Überhaupt steht für die Bewohner so gut wie überhaupt keine Logistik bereit, kein Lebensmittelladen, nichts. Selbst eine Beleuchtung auf der Munastraße, der Verbindung von Münster in den Ortsteil, fehlt. „Und dies, obwohl Frauen und Kinder dort leben. Es sind viele Missstände, auf die aufmerksam gemacht werden müssen“, sagt Lehr.

Die Begegnungen sollen am Samstag von 15 bis 18 Uhr auf dem Gelände des „Hotel am Wald“ im Breitefeld 16 sein. Hülya Lehr: „Eine Erlaubnis des Hausverwalters liegt uns schriftlich vor.“

Die Kosten in Höhe von 700 Euro sollen durch die Gemeinde Münster sowie durch den Landkreis getragen werden. Lehr: „Falls unsere Anträge auf Kostenerstattung abgelehnt werden, erfolgt die Finanzierung über Spenden und Sponsoren.“

Quelle: op-online.de

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