Interview über Band Diana and the music

Diana Sink: "Meine Musik hat letzten Schliff bekommen"

+
Frontfrau Diana Sink aus Groß-Zimmern und ihre Band Diana and the music beim Auftritt auf dem Darmstädter Schlossgrabenfest. Noch im Sommer soll das erste Album erscheinen.

Im Advent 2016 sang sich Diana Sink in Groß-Zimmern und Umgebung in die Herzen vieler Menschen – und das nicht nur wegen ihrer starken Stimme und der Selbstbegleitung auf der Gitarre.

Münster/Groß-Zimmern – Die heute 26-Jährige gab damals gegen eine Spende Wohnzimmerkonzerte und trat bei Anlässen aller Art auf. Das Geld reichte sie schließlich zugunsten armer Kinder in Rumänien an die Hilfsorganisation „Von Hand zu Hand“ weiter.

Immer wieder sehen und vor allem hören kann man die Groß-Zimmernerin allerdings auch in einer vierköpfigen Band, die überwiegend aus Münsterer Musikern besteht: Diana and the music spielten kürzlich beispielsweise auf dem Darmstädter Schlossgrabenfest. Im Interview spricht Diana Sink über die Gruppe, der auch die drei Münsterer Andreas Haus (31, Keyboard), Marcel Bürner (31, Gitarre) und Manuel Stork (29, Schlagzeug) angehören, und über ihr erstes Album, das in Kürze erscheinen soll.

Diana, ich habe gehört, dass die Band Diana and the music in dieser Konstellation zunächst gar nicht geplant war ...

Das stimmt. Alles fing 2011 an, als ich zu meinem 18. Geburtstag etwas Neues machen wollte – etwas woran ich mich für immer erinnern würde, als Schritt in meine Volljährigkeit. Ich kramte meine Kindergitarre aus dem Schrank, die ich zu meinem zehnten Geburtstag bekommen, aber nie benutzt hatte, und brachte mir selbst Gitarrespielen bei. Mit der Zeit merkte ich, dass ich Melodien oder Ideen aus meinem Kopf nun tatsächlich auf einem Instrument umsetzen konnte. So entstand recht bald mein erstes Lied: „Hidden Lovesong“. Bald darauf folgten sechs weitere Lieder und ich brachte 2013 mein erstes eigenes Mini-Album heraus: „Scars & Souvenirs“.

Wie ging es weiter?

Als sich dann die ersten Interviews ergaben, fragte man mich nach meinem Künstlernamen. Da es zu diesem Zeitpunkt keine Band oder Ähnliches gab, entschied ich mich dazu, es so simpel, aber doch flexibel wie möglich zu halten. So entstand Diana and the music. Als ich mich 2014 zum ersten Mal für das Schlossgrabenfest in Darmstadt bewarb und direkt eine Zusage erhielt, kam der Gedanke, Diana and the music durch die Gründung einer Band zu erweitern, damit man bei Auftritten eine gewisse Dynamik und Stimmung herstellen kann.

Es folgten Jahre an der Seite verschiedener, talentierter Musiker. 2018 kristallisierte sich die jetzige Besetzung mit einigen Mitgliedern der Münsterer Band The Pins heraus ...

Mit Andreas, Marcel und Manuel hat meine Musik den letzten Schliff bekommen, den ich mir immer gewünscht habe. Dafür bin ich meinen Jungs sehr dankbar.

Wie würdest Du Euren Stil beschreiben?

Die Songs gehen in Richtung Singer-/Songwriter, Pop und Rock. Es ist eine Mischung aus ehrlichen und authentischen Texten und einer Melodie, die berührt: Sei es, dass sie zum Tanzen anregt oder einfach mal zum Nachdenken einlädt. Es ist mir wichtig, über Dinge zu schreiben, die mich beschäftigen, denn nur so kann ich echte Gefühle transportieren und unser Publikum erreichen. Wir mischen bei unseren Auftritten eigene Musik mit Covern, etwa von Taylor Swift, Lady Gaga und Bradley Cooper.

Du stammst aus Rumänien, was man bei euren Auftritten ebenfalls erfährt ...

Es ist mir wichtig, auch meine Wurzeln in meine Musik einfließen zu lassen. Wir spielen auf Konzerten immer mindestens einen rumänischen Song, aktuell „Spre Mare“ („Richtung Meer“) und „Tu si Eu“ („Du und ich“), beide von der weltweit bekannten Sängerin Inna. Es ist ein tolles Gefühl, wenn wir dem Publikum ein bisschen Rumänisch beibringen können und es dann mitsingt.

Welche Rolle spielt die Musik in Eurem Leben?

Wir haben alle unsere mehr oder weniger normalen Berufe und machen die Musik aus Leidenschaft. Trotzdem investieren wir sehr viel Zeit und Mühe in unser Programm und wollen in Zukunft noch mehr Auftritte spielen. Bisher spielen wir sehr gern auf Festivals wie dem Schlossgrabenfest in Darmstadt oder dem Osthafen-Festival in Frankfurt. Die Stimmung dort ist unvergleichbar. Es ist ein tolles Gefühl, Teil solch bekannter und großer Veranstaltungen sein zu dürfen. Wir spielen auch bei privaten Veranstaltungen oder Hochzeiten. Es ist uns einfach wichtig, in das Programm zu passen und somit unvergessliche Momente zu schaffen.

In den nächsten Wochen habt Ihr noch was Besonderes vor ...

Ja, wir sind aktuell in den letzten Zügen für unser neues Album, welches hoffentlich noch diesen Sommer herauskommt. Mit unseren neuen Songs wie „You Make Me Fly“ und „Fix What We Have Broken“ haben wir bereits auf dem Schlossgrabenfest Premiere gefeiert und viel Begeisterung erhalten.

Das Gespräch führte Jens Dörr.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare