Moderner Anbau kostet 600.000 Euro

Einweihung der U3-Krippe in Altheim mit Weltkindertags-Gottesdienst

Rund 600 000 Euro kostet der neue Anbau für die Krippenkinder. Geplant hat ihn der Altheimer Architekt Roland Beetz, der bereits für den evangelischen Kindergarten an der Kärcherstraße verantwortlich zeichnete.
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Rund 600.000 Euro kostet der neue Anbau für die Krippenkinder. Geplant hat ihn der Altheimer Architekt Roland Beetz, der bereits für den evangelischen Kindergarten an der Kärcherstraße verantwortlich zeichnete.

Altheim - Den Bedarf an Kita- und Krippen-Plätzen zu decken ist seit Langem großes Anliegen der Gemeinde. Und bei den Ü3-Plätzen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren hat sie fast hundertprozentige Abdeckung erreicht. Nun kommt sie auch mit dem Krippenangebot einen guten Schritt weiter. Von Thomas Meier

Die neue U3-Erweiterung des evangelischen Kindergartens wird heute um 11.30 Uhr mit einem Weltkindertags-Gottesdienst feierlich eingeweiht. Am 25. Oktober war Spatenstich für das rund 600.000 Euro teure Projekt, das für zwölf Krippenkinder konzipiert ist. Anfang 2017 wurde die Erweiterung der Kita in der Gemeindevertretung beschlossen, im März vergangenen Jahres begannen die Planungen und vom Baubeginn bis zur Einweihung des 250 Quadratmeter großen Neubaus verging nur gerade mal ein Jahr. Das Gebäude wurde als Holzrahmenbau verwirklicht. Die Dachkonstruktion besteht aus einem Pultdach sowie einem Flachdach zwischen Alt- und Neubau. Die Dächer sollen noch „extensiv begrünt“ werden. Sämtliche technischen Installationen wurden an die bestehende Anlage angeschlossen. Der Anbau beherbergt einen Kleinkinder-Gruppenraum mit Schlafbereich sowie Bad und WC, einen Personalraum sowie einen Vorratsraum und eine Toilette für das Personal.

Bereits in der ersten Septemberwoche sind die ersten fünf Unterdreijährigen in den neuen Teil des evangelischen Kindergartens gekommen, zunächst begleitet von einem Elternteil. Schnell aber setzte der erwartete Ablöseprozess ein, und Eltern konnten ihre Kleinen auch einmal allein lassen. Damit dies nun gut funktionieren kann, hatte die Gemeinde Münster mit Architekt Roland Beetz einen modernen Anbau entwickelt und umgesetzt. Dem Kirchenvorstand ist gelungen, gutes Personal zu finden und anzustellen, und auch das Team hat gute konzeptionelle Voraussetzungen geschaffen und viel Energie in das Projekt gesteckt.

Vor über 50 Jahren hatte die evangelische Kirchengemeinde im heute rund 2700 Einwohner zählenden Münsterer Ortsteil Altheim einen Kindergarten eingerichtet, der bis zum Bau an der Kärcherstraße in der ehemaligen Schule, dem Gustav-Schoeltzke-Haus, untergebracht war. Bislang werden in der Altheimer Einrichtung 90 Ü3-Kinder in vier Gruppen betreut.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Der Bestand an Kita-Plätzen nach Ausbau aller Vorhaben sieht im Jahr 2020 so aus, dass alle Ziele erreicht sind, die Gemeinde für 42,6 Prozent aller im Ort lebender Krippenkinder einen Platz anbieten kann, wobei die gesetzliche Vorgabe bei 40 Prozent liegt. Im Elementarbereich werden für 98,3 Prozent der Ü3-Kinder Plätze geboten. „Jetzt fehlt nur noch Gottes Segen und eine feierliche Eröffnung“, meint schmunzelnd Pfarrer Ulrich Möbus, Darum sind für heute alle eingeladen, den neuen Kindergarten zu erkunden und mit einzuweihen. Der Pfarrer freut sich auf die Begegnungen mit Verantwortlichen in der Politik und in den Verwaltungen, mit den Handwerkern, dem Architekten, den Eltern und Kindern sowie den Mitarbeitern, die viel in der Bau- und Vorbereitungszeit geleistet haben.

Um 11.30 Uhr beginnt der jährlich stattfindende Weltkindertags-Gottesdienst im Turnraum des Kindergartens, anschließend ist die Einweihung sowie die Besichtigung des Anbaus, verbunden mit einem kleinen Imbiss.

Quelle: op-online.de

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