Öffentliche Liegenschaften

Freizeitzentrum nahm vor 40 Jahren Gestalt an

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Gastronomische Bereicherung am Münsterer Freizeitzentrum: die „Auszeit bei Axel“.

Münster – Sie machen einen wichtigen Teil des Freizeitwerts einer Gemeinde aus: öffentliche Liegenschaften, etwa Bürgerhallen, Sportstadien oder Freizeitzentren. Auch Münster und Eppertshausen haben hierzu einiges vorzuweisen. Von Jens Dörr

Doch wer nutzt diese Objekte und was kosten sie? Wo stehen in näherer Zukunft womöglich Veränderungen an? Unsere Zeitung hat sich die markantesten Liegenschaften in beiden Kommunen näher angesehen und beleuchtet sie in loser Folge näher. Heute: das Münsterer Freizeitzentrum.

Das Freizeitzentrum, wie es die Münsterer heute kennen, nahm vor 40 Jahren Gestalt an: Im Frühjahr 1978 errichtete die Gemeinde dort den Kiosk und die Toilettenanlage. Beides wurde 2005 „voll saniert“, das heißt abgerissen und neu gebaut. Der „See am Freizeitzentrum“ (ist an den Angelsportverein verpachtet, während der ASV beim „Bitzensee“ gegenüber der Besitzer ist) ist noch etwas älter: Er wurde im August 1973 künstlich angelegt, hat also schon 45 Jahre auf dem Buckel.

Der „See am Freizeitzentrum“, der allerdings keinen offiziellen Namen trägt, von Münsters Verwaltung so genannt wird und auch in diesem Artikel so bezeichnet werden soll, machte letztmals im vergangenen Jahr Schlagzeilen. Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts hatte sich im See eine etwa 80 Zentimeter dicke Schlammschicht aufgebaut. Zugleich war der Wasserstand von ehemals zwei Metern auf etwa 1,20 Meter zurückgegangen. Die bis dahin eingesetzten Belüftungsanlagen schafften es nicht, den See mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Der See wird nur durch Grund- und Regenwasser gespeist. Seit dem Einbau des neuen Schlauch-Belüftungssystems im Sommer 2017 wird die Qualität des Sees regelmäßig überprüft und soll sich auch schon verbessert haben. Genauere Erkenntnisse wird aber erst eine Tiefenmessung bringen, die noch für Ende dieses Jahres geplant ist. Dabei wird überprüft, inwieweit der Schlamm schon abgebaut wurde und wie es um den Sauerstoffgehalt steht.

Verglichen mit anderen Freizeiteinrichtungen in Münster – etwa der Kulturhalle – kommt das Freizeitzentrum mit Kiosk, Spielgeräten und der sonstigen Infrastruktur die Gemeinde und ihre Bürger relativ günstig. Die jährlichen Sachkosten betragen laut Auskunft aus dem Rathaus 18.500 Euro. Die Abschreibung des Kiosks beträgt pro Jahr 5 415 Euro, die Abschreibung des Belüftungssystems im See jährlich etwa 4000 Euro.

Bilder: Kerb in Münster

Das gastronomische Angebot der „Auszeit bei Axel“ besteht bereits seit Juni 2012. Inhaber Axel Rüb erntet für seinen Einsatz rund ums Objekt im Freizeitzentrum, wo die Außenplätze im Sommer natürlich besonders gefragt sind, nicht nur von vielen Münsterern positive Worte. Im Rathaus bewertet man die „Auszeit“ als „ gastronomische Bereicherung“ und sei „froh darüber, dass das Angebot schon seit Jahren so gut angenommen wird“. Bei verschiedenen Veranstaltungen und bei den Ferienspielen kooperiert die Gemeinde ebenfalls mit Rüb.

Stichwort Veranstaltungen: Besonders der AGV Münster (Waldfest), der Verein Radsport (Volksradfahren und Waldfest) sowie der Heavy-Metal-Club B.E.A.S.T. (Open Air) nutzten das Freizeitzentrum neben der Gemeinden in jüngerer Vergangenheit regelmäßig für öffentliche Anlässe. Lena Brunn, im Münsterer Rathaus zuständig für das Kulturprogramm der Gemeinde, sagt: „Vor allem mit dem Feedback der Besucher des Sommer-Kultur-Open-Airs sind wir sehr zufrieden. Die Bühne, bunt beleuchtet vor der abendlichen Seekulisse, macht Lust.“ Im Münsterer Freizeitzentrum habe man „einfach eine tolle Infrastruktur durch die Pavillons, Stromanschlüsse und eine tolle Umgebung, die man nutzen sollte“, schwärmt die Mitarbeiterin.

Quelle: op-online.de

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