Verwaltung gelobt radelnden Rentnern baldige Abhilfe

Starker Antritt gegen Schlaglöcher

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Sie werden sich über die gute Nachricht baldiger Schlaglochbeseitigung rund ums Freizeitzentrum Münster freuen (von links): Albert Schneider, Werner Kreher, Walter Bonifer und Horst Schubert.

Münster - Die Rad- und Wirtschaftswege vor allem rund ums Freizeitzentrum sind in schlimmem Zustand. Dies monieren nicht nur etliche Radler. Auch die Gemeinde kennt die Tücken und verspricht baldige Abhilfe und umfassende Sanierungen. Von Thomas Meier 

Horst Schubert ist „not amused“, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken. Er ist im Gegenteil sehr verärgert und im wahrsten Sinne des Wortes verschnupft ob der Zustände rund ums Freizeitzentrum Münsters herum. Genauer: Die Schlaglöcher auf nahezu allen Wald- und Wirtschaftswegen regen nicht nur ihn, sondern „mittlerweile auch viele andere Bürger sehr auf“, bestätigt etwa Albert Schneider. Die beiden sowie Werner Kreher und Walter Bonifer baten unsere Redaktion vor Ort an den Verbindungsweg zwischen Freizeitzentrum und Kreuzschneise nahe des Clubheims des Vereins der Deutschen Schäferhunde und der Muna. Dort würde man sehen, was die Gemüter seit Langem erzürne und nun gar nicht mehr tragbar sei. Am eigentlich asphaltierten Wasserweg gen Eppertshausen sei es mindestens ebenso schlimm.

Und wahrlich, nach dem Regen der vergangenen Wochen scheint der unbefestigte Wirtschaftsweg nahe den Hundefreunden wirklich schwerlich passierbar. Vor allem Radler haben kaum eine Möglichkeit, den „Unter-Wasser-Fallen“ dort sowie im parallel verlaufenden Krautweg im Zickzackkurs zu entrollen. Loch an Loch reiht sich im dunklen Grau zwischen den Bäumen aneinander. Besonders die bis zu 30 Zentimeter hinabreichenden Untiefen sind es, die Radler fürchten. „Wenn du da reinkommst, hast du keine Chance mehr“, sagen die Radler übereinstimmend.

Horst Schubert erinnert sich: „Ich bin 2005 in Rente gegangen, kurz danach wurde mal was an diesem Weg hier gemacht. Danach höchstens mal ein tiefes Loch mit Schotter gestopft.“ Und er habe gehört, dass damals bei der letzten größeren Instandsetzung ein neues Verfahren zur Anwendung gekommen sein soll. Eine Mischung von Lett und Schotter sei festgestampft worden. „Doch das hielt nicht lange, der Schotter ging unter, oben blieb der Schlampes“, schimpft Bonifer.

Noch sei nichts Schlimmes passiert, sagt Kreher, „niemand ist bislang versoffen“, ergänzt Bonifer lachend. Doch im Winter sei es schon zu gefährlich, die genannten Wege zu befahren: „Und im Dunkeln hilft selbst schieben nichts. Da kann man auch dabei böse stürzen.“

Von fünf bis 350 Euro! Diese Bußgelder drohen Radfahrern

Sie intervenierten bereits in der Vergangenheit im Rathaus an verschiedenen Stellen. Und die Beschwerden seien auch erhört worden, bestätigt Meike Mittmeyer- Riehl, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Bereits im vergangenen Jahr sei eine Firma beauftragt worden, den Wasserweg, der übers Rotkäppchen gen Eppertshausen führt, innerhalb der Gemeinde in einem großen Teilbereich zu sanieren. „Doch volle Auftragsbücher ließen das Unternehmen bisher wohl nicht dazu kommen“, bedauert man. Doch sei die Verwaltung optimistisch, dass im Frühjahr die mit rund 15.000 Euro veranschlagten Arbeiten in Angriff genommen würden.

Und auch die Probleme der unbefestigten Wege rund ums Freizeitzentrum seien bekannt. Extra für den Weg bei den Schäferhundefreunden leihe sich die Gemeinde gar einen sogenannten „Wegehobel“, um den Löchern dort Herr zu werden. „Das gibt wohl auch eine größere Baustelle, rund 30 Arbeitstage veranschlagt unser Bauhofleiter dafür“, sagt Mittmeyer-Riehl. Gute Nachrichten also für die Radler und Fußgänger. Jetzt sollte nur noch das Wetter auch mitspielen. Nicht, dass doch noch jemand zuviel Pfützenwasser trinken muss.

Quelle: op-online.de

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