Gemeinde und Seniorenbeirat laden in die Gersprenzhalle

Der Klangschale folgen die Märchen

+
Schöne Bilder und Papierfiguren unterstützten Ramona Rippert aus Urberach beim Vortragen alter Märchen. 

Münster - Zum Seniorennachmittag mit Zwiebelkuchen und Federweißer hatte die Gemeinde Münster im Zusammenwirken mit dem Seniorenbeirat am Donnerstag in den kleinen Saal der Gersprenzhalle eingeladen.

Herrliches Spätherbstwetter lockte mehr als 40 Gäste an, denn außer vorgenannter Leckereien waren auch noch Kaffee und Apfelkuchen im Angebot. Richard Stix als Vorsitzender des Ältestenbeirats der Gemeinde und Bürgermeister Gerald Frank begrüßten die versammelten Senioren.

Angesichts des herrlichen, friedlichen Sonnenscheins draußen nutzte Frank die Gelegenheit, auf das Unwetter, das auch in Münster erhebliche Schäden verursacht hatte, hinzuweisen. Nennenswerter Personenschaden ist wohl keiner aufgetreten, aber es war Gerald Frank wichtig, auf den immensen Arbeitsumfang, der von den vielen Einsatzkräften der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, des THW und anderen Unterstützern zu bewältigen war. Allesamt ehrenamtliche Kräfte, die auch Hilfe aus benachbarten Gemeinden erfuhren. Ihnen allen galt sein besonderer Dank und alle Anwesenden spendeten reichlich Beifall für die geleistete Arbeit.

Nach dem Ernst der Dinge wandte man sich dem Märchenhaften zu. Eine „Märchentante“ sollte auftreten. Für alle, die es vergessen haben sollten: Märchen (leitet sich ab von „Kunde, Bericht, Nachricht“) sind Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten erzählen. Sie sind eine bedeutsame und sehr alte Textgattung, die mündlich überliefert wird und in allen Kulturkreisen auftritt. Im Unterschied zur Sage und Legende sind Märchen frei erfunden und ihre Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt, hat aber mit den modernen „fake news“ nichts gemein.

Bilder: Kerb in Münster

Blond, mit lockig gewelltem Haar und eher mittelalterlich gekleidet trat die „Märchentante“ in Erscheinung. Bevor sie ihre „Nachrichten“ verkündigte, ließ sie Klangschalen ihre Schwingungen ausbreiten und stellte sich vor. Mit bürgerlichem Namen heißt sie Ramona Rippert und lebt in Urberach. Die Märchen, die sie erzählte, waren nicht aus Urberach, auch nicht nur aus Deutschland, denn ihre Geschichte vom gelben Storch hat ihren Ursprung in China, die Mär über Fyon und dem Riesen stammt aus Irland. Natürlich gab es auch Geschichten mit hessischem Hintergrund („Der Schoppepetzer“) und aus sonstigen Gegenden. „Frau Holle“ gehört zu den nicht verortbaren Erzählungen, ebenso wie die Story von den „Sterntalern“.

Das Lied „Weißt du wie viel Sternlein stehen“ haben dann aber alle zunächst nur gesummt, dann aber richtig mitgesungen. (zpp)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare