Sanierung kostet 4,63 Millionen Euro

Hallenbad in Münster öffnet frühestens 2024

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Bis sich wieder einmal solch eine Betriebsamkeit in Münsters Hallenbad einstellen kann, wird es noch mindestens vier Jahre dauern.

Wichtigstes vorab: Eine Sanierung des Hallenbades kostet rund 4,63 Millionen Euro (etwa 5,5 Millionen brutto) und sie wird bis Dezember 2023 dauern.

Münster –  Harten Tobak bekamen die nicht öffentlich tagenden Gemeindevertreter am Montagabend im Rathaus zu hören, als es um das Hallenbad ging. Experten erläuterten dabei eine Beschlussvorlage der Verwaltung, die zur „technischen und baulichen Sanierung des Hallenbades Münster“ erstellt wurde. Die dafür notwendigen Mittel von 4,5 Millionen Euro müssen in den Haushalten 2020 bis 2024 bereitgestellt werden. Kommenden Montag wird sich zunächst der Bau- und Finanzausschuss mit der Thematik befassen, eine Woche später sollen die Parlamentarier über das bislang nur intern behandelte Papier entscheiden.

Zwei Architekturbüros stellten am Montagabend ihre Präsentationen zum Sanierungsvorhaben im Sitzungssaal vor und beantworteten Fragen. Diese nichtöffentliche Sitzung solle den weiteren Beratungen dienen, heißt es.

Und vorzustellen gab es wohl einiges. Vorgesehen sind unter anderem bei der technischen Sanierung die Optimierung der Beckenhydraulik und der Filteranlage, der Neubau der Filtertechnik für Kinderbecken und Whirlpool, der komplette Ersatz der Elektronik nebst Schaltschrank, der Austausch vorhandener Lüftungsanlagen sowie deren Ergänzung, die sich aus neuer Sicherheitsvorschriften ergeben. Die Kommunalpolitiker mussten sich auseinandersetzen mit der maroden Gebäudeleittechnik, der „Anbindung an das Kempur-System“, dem Stand der Technik im Chlorgasraum und der teilweisen Erneuerung der Sanitärtechnik.

Soviel zum Technisch-Substanziellen. Bauliche Sanierungs- und Begleitmaßnahmen betreffen unter anderem den Neubau des Kinderbereichs, die Verlegung des Whirlpools, eine Komplettsanierung des Nichtschwimmerbeckens, die neu zu errichtenden Beckenumgänge, bei der Sauna einen Rückbau und die räumliche Wiederherstellung. Es müssen Betonstützen und die Decke zum Untergeschoss ertüchtigt, Bodeneinläufe in den Umkleiden erneuert und abgedichtet werden. Überprüfen will man die Dachkonstruktion auf ihre Tauglichkeit, als Aufstellort der Lüftungsgeräte zu dienen. Und letztlich wollen die Brandschutzauflagen erfüllt sein.

Als Planungsstart sieht die Beschlussvorlage der Verwaltung „Mitte 2020“ als möglich an, die Planungszeit wird mit zwölf bis 16 Monaten taxiert. Baubeginn ist im günstigen Fall Dezember 2021, für die Bauzeit rechnen die Experten mit rund zwei Jahren. Wenn alles gut läuft, können die Bürger Anfang 2024 wieder planschen, trainieren und vor allem Schüler schwimmen lernen im Münsterer Hallenbad. Das Papier schließt: „Unter Berücksichtigung der Teuerungsrate werden derzeit die Kosten der Gesamtmaßnahmen auf zirka 4,63 Millionen Euro geschätzt.“

VON THOMAS MEIER

Quelle: op-online.de

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