Investitionen in Grundstücke „Am Seerich“ geplant

Haushalt setzt Schwerpunkt auf Wohnungsbau

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Nachdem die Kindertagesstätte „Im Rüssel“ ausgezogen war, wurde im ehemaligen Jugendzentrum die Übergangslösung „Kita an der Gersprenz“ eingerichtet.

Münster - Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem die Sanierung von Kindergärten und Brücken sowie die Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen die Ausgabenseite des Haushaltes bestimmten, sind im neuen Plan Investitionen für das Schaffen von bezahlbaren Wohnungen vorgesehen.

Mit dem bereits begonnenen Anbau beim evangelischen Kindergarten in Altheim und der Übergangslösung „Kita an der Gersprenz“, könne mit der einstimmig beschlossenen Erweiterung der Kita Kinderinsel um zwei Ü3-Gruppen eine weitere Maßnahme aus dem unter Bürgermeister Gerald Frank (SPD) verabschiedeten Kindergartenentwicklungsplans umgesetzt werden, teilt die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Münster mit. Doch nicht nur die Kinder, auch die Jugend liegen SPD und ALMA laut eigener Aussage am Herzen. „Im Haushalt 2018 ist ein Zuschuss von 10.000 Euro für die Skaterbahn in Altheim einzuplanen, damit die Jugendlichen, die hier die Initiative ergriffen haben, die Skaterbahn auch noch selbst nutzen können“, begründet Fraktionsvorsitzender Bernd Fritsch den entsprechenden Antrag in seiner Haushaltsrede. Ebenso sollen 10.000 Euro als Anschub für ein neues Jugendzentrum im Ortsteil Münster eingeplant werden.

Ein weiterer Schwerpunkt soll in den kommenden Jahren die Herstellung von bezahlbaren Wohnungen in Münster sein, so die SPD. In Deutschland fehlen über 1,2 Millionen Wohnungen und auch in Münster fehle es an bezahlbarem Wohnraum und an Sozialwohnungen. Die Gemeinde Münster besitzt kaum noch eigene Grundstücke, auf denen sie Wohnungen bauen könnte, heißt es weiter. Deshalb habe die SPD-Fraktion beantragt, im Investitionshaushalt Mittel für den Erwerb von Grundstücken im Neubaugebiet „Am Seerich“ einzuplanen. „Dort sollen bezahlbare und Sozialwohnungen entstehen, nach Möglichkeit im Genossenschaftsmodell, denn wir wollen nicht, dass Investoren die Fördergelder abschöpfen, nach der Bindung die Wohnungen luxussanieren und die Gemeinde dann hohe Wohngeldzuschüsse zahlen muss“, argumentiert Fritsch. Auch die in den Ausschüssen bereits diskutierten Pläne, neuen Wohnraum auf den gemeindeeigenen Grundstücken in der Goethestraße zu schaffen, sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden.

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Die 2010 begonnene energetische Sanierung des Rathauses soll ebenfalls fertiggestellt werden. Verbunden damit seien ein Umbau und eine Erweiterung des Rathauses. Das schaffe die für die Mitarbeiter benötigten Arbeitsplätze und eröffne die Möglichkeit, ein Bürgerbüro mit besucherfreundlichen Öffnungszeiten einzurichten. „Wir halten die eingeplanten Mittel für gut angelegtes Geld“, erklärt Fritsch die Maßnahme, „endlich wird die energetische Sanierung des Rathauses abgeschlossen. Bis zu 30 Prozent der Energiekosten sollen dadurch eingespart werden.“ (lahe)

Quelle: op-online.de

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