„Weg wird anderen Weg nehmen“

Anwohner fordern Wiedereröffnung eines versperrten Trampelpfades

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Ende Gelände: Auf dem Weg Richtung Heine-Straße (im hinteren Bereich des Fotos, rechts vorn die „mobi-sku:l“, rechts hinten die Gersprenzhalle) kommt man an einem Bauzaun nicht mehr weiter. Ein Ersatzweg könnte weiter östlich (auf dem Foto links) entstehen.

Münsters Gemeindevertreter setzen sich auf CDU-Antrag für die Wiedereröffnung des vom Kreis geschlossenen Pfads an der Aue-Schule ein.

Münster – Jahrelang verband ein Trampelpfad auf der Ostseite der Münsterer Schule auf der Aue die Heinrich-Heine-Straße (im Süden) mit der Theodor-Storm-Straße (im Norden). Auf der Nordseite mündete er in den Spielplatz, der an der Storm-Straße liegt. Wegen Bauarbeiten des Landkreises Darmstadt-Dieburg als Schulträger blieb der Weg zunächst temporär gesperrt – was sich mit Abschluss der Arbeiten im Frühjahr aber nicht mehr änderte. Seither vermissen Anwohner, Spielplatz-Nutzer, der VfL Münster sowie Schüler aus Münster und Eppertshausen die Abkürzung, die mit Bauzäunen versperrt ist. Obwohl eine Gruppe um Anwohnerin Judith Georgens 100 Unterschriften von Personen sammelte, denen der Weg wichtig ist, blieb der Kreis bisher bei seiner Sperrung (wir berichteten). Nun hat sich auch das Münsterer Gemeindeparlament eingeschaltet.

Wiedereröffnung des versperrten Weges gefordert

Die CDU beantragte in der Gemeindevertreter-Sitzung am Montagabend, dass sich der Gemeindevorstand in Verhandlungen mit dem Landkreis für die Wiedereröffnung des derzeit von Bauzäunen versperrten Wegs einsetzen möge. CDU-Fraktionschef Thorsten Schrod wies in seiner Antragsbegründung ebenfalls auf mehrere Nutzergruppen und den Wert der Abkürzung gerade für viele Schüler hin.

SPD und ALMA trugen den Antrag mit: „Wir hoffen auf eine schnelle Lösung und dass der Weg wieder geöffnet wird“, sagte für die Sozialdemokraten Edmund Galli. Er regte auch an – sofern der Kreis die Pflege des Wegs künftig aus Zeit- und Personalmangel scheue, dass womöglich Anwohner das Gebüsch stutzen und den Durchgang damit nutzbar halten könnten.

Gerhard Bonifer-Dörr verspricht:  „Wir machen den Weg wieder auf.“

Für die ALMA versprach Gerhard Bonifer-Dörr: „Wir machen den Weg wieder auf.“ Er ging aber auch auf die Bedenken aus Kreis und Aue-Schule ein, dass die Nutzer des Wegs die Schüler einiger Klassenräume der am Weg gelegenen „mobi-sku:l“ ablenken würden. Vom Kreis hieß es, die durch die Fenster auf den Weg guckenden Schüler fühlten sich von vorbeigehenden Personen irritiert. „Der Abstand des Wegs zur Schule ist zu gering“, gab Bonifer-Dörr zu bedenken. „Der Weg wird wohl einen anderen Weg nehmen müssen.“

Bürgermeister Gerald Frank (SPD) versprach: „Ich werde mich dafür vehement beim Landrat einsetzen.“  

jd

Quelle: op-online.de

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