Mit Akrowa Ghanas Rhythmus gespürt

Erlös des Afrika-Happenings dient der Finanzierung der Nima-Hilfeprojekte

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Beliebt nicht nur bei den kleinsten Besuchern ist das Kinderschminken.

Der elfte Ghana-Hilfe-Tag im 13. Jahr des Vereinsbestehens von Nima, neuerding „aminu“, geriet am Samstag zum familiären, sehr gut besuchten Afrika-Happening in der Kulturhalle.

Münster – Ein pralles, exotisches Programm mit viel Tanz und Musik und treuen Gästen wie dem Chor der Kennedy-Schule, der den Afrikatag traditionell eröffnete, gefolgt von tänzerischen Darbietungen aus Sunnys-Danceschool und von Franziska Obst mit einer afrikanischen Tanzperformance,sorgten schnell für ein gut gelauntes Publikum,.

Durch das Programm führte Günter Frey, Mitbegründer des von seiner Tochter Anna und Schwiegersohn Amin Zaaki initiierten Vereins Nima. Er ließ traditionell dem Schulchor den Vortritt, der mit heiteren Beiträgen auf den freudigen Tag einstimmte. Und er erläuterte, warum nicht mehr „Nima“ zum Ghana-Hilfetag einlädt, sondern nun die Initiative „aminu“ dafür verantwortlich zeichnet. Es ist wohl überwiegend dem Marketing für die große Afrikafete geschuldet, denn unter dem Kürzel Nima tummelten sich mittlerweile einige Institutionen in weltweiten Netz. Google man indes „aminu“, werde man sogleich fündig, sagte Frey, erwähnend, dass sein Schwiegersohn auch Amin heiße, man dem also nur ein „u“ anfügen müsse.

Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Gerald Frank und Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, beide mit lobenden Worten für den Hilfetag sowie kleinem Spendenbetrag im Gepäck. Auch die Volksbank brachte ein Kuvert vorbei, lautete doch das Motto „Feiern für den guten Zweck“.

Das Akrowa Dance Ensemble nahm das Publikum mit in die Welt westafrikanischen Tanzes und exotischer Musik.

Für den passenden Rahmen sorgten viele verschiedene Stände. Von der stets umlagerten Kaffee- und Kuchentheke, an der es auch frische Waffeln gab, über eine Cocktail-Bar, den obligatorischen Essensstand mit kulinarischen Spezialitäten aus Ghana, einen Basar mit afrikanischem Kunsthandwerk und der Tombola mit attraktiven Preisen gab es einiges. Keinesfalls fehlen durften die Kinderstationen mit Schmink- und Bastelecke. Sie erlebten gleich nach Festbeginn einen ungeahnten Ansturm.

Nicht Adesa war diesmal als afrikanische Unterhaltungstruppe verpflichtet worden, sondern das Akrowa Dance Ensemble. Dies ist eine kulturelle Trommel- und Tanzgruppe mit Sitz in Accra und großer Trommelschul-Dependance in Wuppertal. Ihr Ziel ist es, die Rhythmen Westafrikas zu fördern und wiederzubeleben und sie den Ghanaern und Westafrikanern vorzustellen, damit die Menschen ihr eigenes Erbe und ihre Tradition des Trommelns und Tanzens nicht vergessen. Dies Unterfangen geriet in der Kulturhalle zur eindrucksvollen Show, bei der das Publikum so richtig mitging.

Das Repertoire des Akrowa Dance Ensembles umfasst Musik und Tänze aus Ghana, Liberia und Senegal. Die Gruppe tritt bei allen Arten von kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen auf.

Moderator Frey sagt: „Mit unserer Veranstaltung machen wir uns für ein Miteinander der Kulturen stark und bieten unseren Besuchern ein buntes und spannendes Programm. Unser Ziel ist es, mit dem Festerlös unsere Projektkosten für zwei Monate zu decken. Zwei Monate Betreuung, Schulgebühr, Verpflegung und medizinische Versorgung für unsere Schützlinge.“

In vier Bildungsprojekten (One Love Children’s Home, Junior Programm, Günter Frey International School, Monika Creche), die der Verein Nima mit einem ghanaischen Projektpartner gemeinsam unterhält, profitieren aktuell mehr 650 Kinder und Jugendliche von der deutsch-ghanaischen Zusammenarbeit, die in Münster koordiniert wird.

Von Thomas Meie

Quelle: op-online.de

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