Bunkertüren fürs Museum versetzt

Arbeiten fürs naturpädagogische Projekt in der Muna schreiten voran

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Schwerstarbeit für den Bagger: Türen aus intakten Bunkern werden ausgebaut, um sie in die fürs Museum vorgesehenen Unterstände einzubauen.

Nachdem im Gemeindeparlament alle Stopp-Versuche gescheitert sind, schreiten die vorbereitenden Arbeiten für das naturpädagogische Projekt in der ehemaligen Munitionsanstalt Muna bei Breitefeld mit großem Baggereinsatz voran.

Münster – Vergangene Woche hat eine Fachfirma damit begonnen, schwere Bunkertüren zu versetzen.

Grund dafür war, dass die Türen der betonbewehrten Unterstände, die für das Projekt künftig unter anderem für ein Museum begehbar gemacht werden sollen, vor einiger Zeit gestohlen worden waren. Nun wurden die Verschläge der weiter hinten auf dem Gelände liegenden Bunker eingesetzt. Dort werden sie nicht mehr benötigt, denn diese Wehranlagen sollen in Zukunft zu Aussichtspunkten zur Beobachtung der Wisente und Wildpferde umgestaltet werden.

Seit dem Abzug der Amerikaner in den neunziger Jahren hat auf dem rund 260 Hektar großen Muna-Gelände die Natur das Kommando übernommen. Dabei sind vom Menschen unberührte, einzigartige Biotope und Landschaften entstanden, die zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bieten, das sie heutzutage an immer weniger Orten finden.

Mit einem naturpädagogischen Angebot, das die Gemeinde Münster derzeit gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und dem Bundesforst erarbeitet, sollen Teile des Geländes künftig für Besucher zugänglich sein. Vorgesehen sind etwa ein Rundweg, um die Biotop-Vielfalt zu erkunden, eine Aussichtsplattform zur Tierbeobachtung, ein Museum, um mehr über die bewegte Geschichte der Muna zu erfahren sowie spezielle Angebote für Kinder und Naturinteressierte.  tm

Quelle: op-online.de

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