„Wir liegen im Zeitplan“

Haus der Kinder: Bürgermeister reagiert auf Kritik des Elternbeirates 

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Der Anbau der Kita Kinderinsel am Abtenauer Platz ist fast fertiggestellt.

Die Gemeinde Münster sei als Trägerin der Kita Haus der Kinder stetig dabei, die bauliche Situation weiter zu optimieren.

Münster – „Wir liegen genau im Zeitplan“, betont Bürgermeister Gerald Frank, und reagiert damit auf die Kritik des Elternbeirates, die dieser in unserer Zeitung äußerte (7. März, „Einiges versprochen, wenig gehalten“).

Erste Maßnahmen, um auch im heißen Sommer für erträglichere Temperaturen zu sorgen, seien bereits im vergangenen Jahr getroffen, weitere seien im Haushalt 2019 fest eingeplant, erklärt Frank. Nach der Genehmigung des Haushalts frühestens im April erfolge der Startschuss für die Umsetzung.

Der extrem heiße Sommer 2018 hat in den gemeindlichen Kindergärten Haus der Kinder und Im Rüssel für teils unerträgliche Temperaturen gesorgt. „Als Sofortmaßnahme hat Bürgermeister Frank damals unverzüglich auf den Anruf der Kita-Leitungen reagiert und jeweils ein mobiles Klimagerät für die gemeindlichen Kitas an der Stettiner Straße und Im Rüssel bereitgestellt, obwohl diese Ausgaben nicht im Haushalt vorgesehen waren und wegen der großen Nachfrage nur mit großem Aufwand zu bekommen waren“, heißt es in der Entgegnung aus dem Rathaus. Zudem seien im vergangenen Jahr im Haus der Kinder an den Gruppenräumen für rund 15 000 Euro Außenjalousien als Sonnenschutz angebracht worden, um der Erhitzung der Räume entgegenzuwirken.

Eine Verschattungsanlage über dem Glasgang für rund 55 000 Euro ist im Haushalt 2019 fest eingeplant, um rechtzeitig für den heißen Sommer gewappnet zu sein. Auch eine behindertengerechte Toilette wird geplant. Für die Umsetzung ist jedoch die Genehmigung des Haushalts zwingend erforderlich – dies wird frühestens im April geschehen. Frank erklärt: „Bis dahin sind der Gemeinde aus rechtlichen Gründen die Hände gebunden, das Geld kann und darf nicht früher ausgegeben werden. Über diese Vorgehensweise hat die Verwaltung den Elternbeirat auch stets transparent informiert.“

Auch in Bezug auf die Betreuungssituation komme die Gemeinde ihren Pflichten als Trägerin nach den Vorgaben des Landes nach dem Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB) vollumfänglich nach. Die Verwaltung sei gerade dabei, einen Entwurf für Kriterien des Kita-Innovationsfonds zu entwickeln, um sie im Sozialausschuss zu diskutieren und – gegebenenfalls mit Modifizierungen – zu verabschieden.

Bilder: Kerb in Münster

Vor diesem Hintergrund herrsche in der Gemeindeverwaltung Unverständnis darüber, dass der Elternbeirat mit Vorwürfen an die Presse gegangen ist. Frank sagt: „Es wäre viel einfacher gewesen, auf direktem Wege nach dem derzeitigen Stand der Dinge zu fragen.“

Die Gemeinde treibe den Ausbau der Kinderbetreuung derweil auch in anderen Einrichtungen weiter voran, so etwa in der Kinderinsel, die derzeit um zwei neue Gruppen in einem Anbau erweitert wird. Seit dem vergangenen Jahr können Eltern ihre Kinder online für einen Kindergartenplatz anmelden – die neue WebKita-Plattform macht’s möglich: www.ekita.de/muenster. Frank abschließend: „Bis 2020/21 wird die Betreuungslandschaft in Münster im U3-Bereich bedarfsgerecht ausgebaut sein, im Ü3-Bereich wird Vollversorgung erreicht.“ (tm)

Quelle: op-online.de

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