Appetit auf Kunst holen

Messe „Tausch! 2019“ im Arthaus Altheim ist eröffnet

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Nach kurzem Schauer kommt die Sonne wieder durch und erste Gäste der Messe-Eröffnung kommen auf die Hauptstraße, um den Eröffnungszeremonien beizuwohnen.

Zu einer nicht-kommerziellen Kunstmesse öffnete sich am Donnerstag das Arthaus in Altheim. 

Altheim – Die hier ansässigen Künstler haben gemeinsam mit dem Verein bok („bund offenbacher künstler e. V. “) und dem Verein „ausstellungsraum Eulengasse“ aus Frankfurt einem abwechslungsreichen Kunst-Event eingeladen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht unbedingt die Werke der insgesamt 27 ausstellenden Künstler, sondern die Kreativen selbst. Vier Tage, also bis einschließlich Sonntag, haben sie Gelegenheit, sich und ihr Schaffen einem künstlerisch interessiertem Publikum zu präsentieren.

Im Laufe der Tage ist jeder der Ausstellenden mindestens einmal vor Ort in Altheim, um das Gespräch mit dem Publikum zu suchen. Die Eröffnung war festlich angelegt und sollte vor dem alten Moller-Bau ihren Anfang nehmen. Zunächst verhinderte ein Regenschauer, dass die Gäste draußen warteten oder sich vor die Tür trauten, dann stellte sich raus, das der mit lautem Fanfarenklang-Klang vom Beginn des Kunst-Ereignisses verkünden sollende Fanfaren-Bläser nicht kommen konnte. Künstler können aber vor allem eins – improvisieren. So wurde aus der Fanfare eine Violine, gespielt von Chris Zimpel, verstärkt durch Roger Rigorth, der eine Trommel schlug. Unter diesen musikalischen Klängen ließ Vladmir Combre de Sena vom Verein Eulengasse die Flagge der Messe an einem Fahnenmast vor dem Arthaus emporwandern. Mit grünen Streben, die die altehrwürdigen Maste derzeit verbinden, wird von den Frankfurten ein Vorschlag unterbreitet, wie verstärkt auf die künstlerische Nutzung des Baus insgesamt hingewiesen werden könnte.

Eröffnung durch Bürgermeister Gerald Frank

Bürgermeister Gerald Frank eröffnete die Kunst-Messe, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Klaus Peter Schellhaas steht. Der Eröffnungsansprache folgte durch die Präsentation von einzelnen Werken der beteiligten Künstler eine Einführung in die Ausstellung. „Fast wie in der Vorweihnachtszeit“ mag der eine oder andere Besucher gedacht haben, denn zunächst mal war nichts zu sehen, außer den Türen der Schrankwand. Die Türen wurden dann nach und nach geöffnet und luden dazu ein, sich in den nächsten Tagen näher mit den Künstlern und deren Werke zu beschäftigen.

Fast wie beim Adventskalender öffnete sich Tür für Tür der Schrankwand, um mit Werken der ausstellenden Künstler aus Offenbach, Frankfurt und Altheim auf kommende Ereignisse neugierig zu machen.

Natürlich blieb es nicht beim „Appetit-Holen“ zur Eröffnung. Im Erdgeschoss standen Häppchen und Getränke bereit. Wer wollte, konnte sich anhand der kleinen, aber sehr informativ gehaltenen Kataloge einen Überblick auf kommende Ereignisse verschaffen.

Nach kurzer Schließung wurde das Forum im Obergeschoss wieder geöffnet und präsentierte sich ganz in rotem Licht. Konzertmäßig aufgebaute Stuhlreihen ließen erahnen, was als nächstes folgen wird: Musik. Sabrina Margareta ließ nicht nur eine wohlklingende Stimme den Raum füllen, sondern auch von einem simplen Laptop „gewobene Klangteppiche“ durch den Saal schweben. Das Publikum war begeistert vom Gesehenen und vom Gehörten, tauschte sich lebhaft in allen Räumen miteinander aus und nicht wenige haben versprochen, in den kommenden Tagen wieder vorbei zu schauen.

von Peter Panknin

Quelle: op-online.de

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