Auch nach Jubiläum ein Lauf mit Zukunft

VfL streicht Schülerduathlon und will beim Moret-Triathlon zulegen

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Besonders stark frequentiert war auch diesmal wieder der Zehn-Kilometer-Lauf.

Insgesamt 340 Erwachsene, Jugendliche und Kinder haben am Sonntag bei bestem Breitensport-Wetter die sechs Distanzen des 25. Gersprenzlaufs des VfL Münster gemeistert. Nicht ausgetragen wurde diesmal hingegen der Schülerduathlon.

Münster – Stattdessen plant der VfL mehrere neue Akzente beim diesjährigen Moret-Triathlon. Eins vorweg: Auch nach seinem Jubiläum soll der Gersprenzlauf fester Bestandteil im regionalen Laufkalender und zugleich eine der größten Sportveranstaltungen in Münster bleiben. „Der Lauf geht ganz normal weiter“, versprach Lauftag der Organisator Thomas Gärtner vom gastgebenden VfL.

Überhaupt waren „ganz normal“, „reibungslos“ und „alles wie geplant“ jene Attribute, mit denen Gärtner den Renntag beschrieb. Der begann mit dem ersten Startschuss um 10.30 Uhr und damit deutlich später als in den Vorjahren. Was weniger mit der Zeitumstellung und der verlorenen Stunde in der Nacht zuvor zu tun hatte als damit, dass der VfL diesmal hinten raus keinen Zeitdruck hatte. Der Münsterer Verein hatte mit dem Gersprenzlauf und dem Schülerduathlon 2017 und 2018 zwei seiner größten Veranstaltungen auf denselben Tag gelegt, um sie mit Start und Ziel im Gersprenzstadion direkt hintereinander durchführen zu können. Dies sollte infrastrukturelle Synergien heben und die helfenden Mitglieder an nur einem statt zuvor zwei Tagen einbinden.

Nach zwei Jahren im Doppelpack und der damit verbundenen Notwendigkeit, wegen des Duathlons am Nachmittag die ersten Rennen des Gersprenzlaufs schon zu früher Stunde zu starten, fand der Volkslauf diesmal solo statt. Den Schülerduathlon strich der VfL, denn „er war vom Kostenaufwand zu groß“, so Gärtner. Allerdings sei eine künftige Wiederaufnahme zumindest nicht völlig ausgeschlossen.

In die Offensive geht der Verein in diesem Jahr mit einem anderen, aufwändigeren Ereignis am 16. Juni: „Beim Moret-Triathlon haben wir noch eine Ecke zugelegt“, blickte Gärtner voraus. Fastschon eine Untertreibung: Denn mit der neuen Radstrecke, viel flacher und unter Hinzunahme der B26, liefert der VfL den Teilnehmern einen echten Höhepunkt. Außerdem gibt es neben der Halbdistanz auch die kürzere Olympische Distanz. Auch attraktiv für die Zuschauer: Rennen der 1. und 2. Hessenliga werden ebenfalls in den Wettkampftag integriert.

Für viele Läufer eröffnete der Gersprenzlauf unterdessen die Saison. Die Rennen zählen zu den ersten Volksläufen des Jahres. Ihre Zahl wird sich steigern, bis in den Oktober hinein gibt es dann Wochenende für Wochenende mehrere Möglichkeiten, seine Form auf ganz verschiedenen Strecken unter Beweis zu stellen.

In Münster war der Lauf über zehn Kilometer wieder besonders gut gebucht, hier kamen letztlich 82 Männer und 43 Frauen ins Ziel. Die schnellsten Beine hatte eine einstige Olympia-Teilnehmerin. Neben dem Zehner lockten auch Läufe über 1 000 und 2 000 Meter (Schüler), der 400-Meter-Bambini-Lauf, der Fünf-Kilometer-Lauf sowie der Halbmarathon.

Über die 21,1 Kilometer bekamen die Zuschauer die Läufer gleich sechsmal zu Gesicht. Außerhalb des Gersprenzstadions war eine flache Fünf-Kilometer-Runde durchs Feld gen Eppertshausen exakt vermessen worden. Dass die Sanierung der Laufbahn im gemeindeeigenen Gersprenzstadion witterungsbedingt nicht rechtzeitig fertig geworden war, behinderte die Athleten nicht. Lediglich die beiden Innenbahnen blieben abgesperrt.

Von Jens Dörr

Quelle: op-online.de

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