Kritik an Gaffern 

Mann fängt sofort Feuer: Gaffer behindern Rettungskräfte massiv 

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Beim Umzug des Kirchweihfestes im südhessischen Münster hat ein junger Mann schwere Brandverletzungen erlitten.

Im hessischen Münster schlägt der Unfall, bei dem ein 21-jähriger Mann schwer verletzt wurde, hohe Wellen. Gaffer haben die Rettungskräfte massiv behindert.

Update vom Montag, 16.09.2019, 13.44 Uhr: Mittlerweile sind weitere Details zum Unfall in Münster bekannt, bei dem ein 21-Jähriger schwer verletzt wurde. Das Opfer habe während des Kerbumzugs Qualm vom Heck eines Kleintransporters bemerkt, auf dessen Ladefläche zahlreiche Lautsprecherboxen und die dazugehörigen Verstärker nebst Stromaggregat für Musik sorgten. Als er nachschauen wollte, war es auch schon passiert: Eine Stichflamme traf den Mann, der auch sofort Feuer fing.

Schwerer Unfall in Münster: Opfer wollte helfen  

„Wir waren mit drei, vier Ersthelfern sofort da und konnten mit einigen mitgeführten Feuerlöschern sowohl unseren Kameraden als auch die Flammen auf dem Auto schnell löschen“, berichtet der Kerbvereinsvorsitzende Stefan Schneider. 

Das Opfer habe sogar – kaum von der lodernden Gefahr befreit – im Schockzustand selbst noch beim Löschen mithelfen wollen, was freilich angesichts der Verbrennungen sogleich unterbunden worden sei. „Ich habe umgehend die Rettung alarmiert und drei Ersthelfer der Wehr sorgten sich um den Kameraden“, so Schneider. 

Münster: Ärger über Gaffer nach Unfall 

Fast so unbegreiflich wie das Unglück selbst sei für die Ersthelfer das Verhalten zahlreicher Passanten und Zuschauer des Umzugs gewesen: „Viele Gaffer dachten an nichts anderes, als ihre Handys zu zücken und wie wild drauflos zu fotografieren und zu filmen.“ Der schnell angerückte Rettungswagen habe zunächst kein Durchkommen zum Unglücksort gehabt. Die Rettung hätte ohne die Behinderungen schneller vonstatten gehen können, ist sich Schneider sicher.

Update vom Montag, 16.09.2019, 12.40 Uhr: Nachdem in Münster (Kreis Darmstadt-Dieburg) ein 21-jähriger „Kerbborsch“ des Festumzugs schwere Brandverletzungen erlitten hat, hat Stefan Schneider, der Vorsitzende des ortsansässigen Kerbvereins schwere Kritik an Gaffern geübt.

„Ein riesengroßes ,Pfui Teufel' möchte ich an alle Gaffer, Handyfilmer und Autofahrer, die die Absperrungen durchbrochen haben richten. Ihr habt damit den Rettungseinsatz erheblich behindert !!!“, schreibt Schneider auf Facebook. 

Erstmeldung vom Sonntag, 15.09.2019, 20.09 Uhr: Münster - Beim Umzug des Kirchweihfestes im südhessischen Münster hat ein junger Mann schwere Brandverletzungen erlitten. Nach Zeugenangaben habe sich am Sonntag (15.09.2019) auf einem der Umzugswagen ein Stromaggregat entzündet, teilte die Polizei mit. 

Dabei entstand eine Stichflamme und es kam zu starker Rauchentwicklung. Ein 21-jähriger Teilnehmer des sogenannten Kerbumzugs stand direkt in der Nähe und wurde schwer verletzt.

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Stichflamme bei Festumzug in Münster: Zeugen leisten Erste Hilfe

Zeugen leisteten Erste Hilfe. Auch ein Notarzt und die Feuerwehr Münster waren vor Ort. Der junge Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. 

Schock: Kleinkind (1) stürzt aus Fenster zehn Meter in die Tiefe

Anwesende Personen löschten den Brand eigenständig. Wieso sich das Stromaggregat entzündete, war zunächst unklar. Es entstand laut Polizei ein Sachschaden von etwa 5000 Euro. Die Polizei ermittelt.

Ebenfalls in Münster in Hessen hat ein Mann eine Tankstelle überfallen. Der Täter erbeutete mehrere hundert Euro und ist immer noch flüchtig. Die Polizei ermittelt.

Zu Verkehrsbehinderungen kommt es rund um die B45 bei Münster in Hessen. Die Brücke über den Stiegelgraben wird dort saniert.

Bilder: So schön war die Kerb in Münster

Von Thomas Meier/dpa 

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