„Eine tragende Säule des Vereins“

Karl Johann Roßkopf mit Sportehrenpreis ausgezeichnet

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Karlo Roßkopf (Zweiter von links) erhielt den Sportehrenpreis des Landkreises. Laudator war Dieter Emig (links). Ebenfalls auf dem Foto: Bürgermeister Gerald Frank (Zweiter von rechts), TVM-Vorsitzender Marcus Reinold (rechts) sowie im Hintergrund einige Mitglieder der Handball-Abteilung.

Münster - Seit Jahrzehnten engagiert sich Karl Johann Roßkopf beim TV Münster für den Handballsport. Am Freitagabend gab es für ihn eine Überraschung: Er wurde mit dem Sportehrenpreis des Landkreises ausgezeichnet. Von Jens Dörr 

Seine Frau hatte abgesichert, dass er am Freitagabend auch wirklich zur Jahreshauptversammlung des Turnvereins Münster (Bericht folgt) erscheinen würde – doch als einer, der nicht präsent ist oder sich gar wegduckt, war und ist Karl Johann „Karlo“ Roßkopf ohnehin nicht bekannt. Als Roßkopf die TV-Halle in der Jahnstraße erreichte, wusste er noch nichts von der Auszeichnung, die er eine halbe Stunde später erhalten sollte: TVM-Vorsitzender Marcus Reinold unterbrach die Versammlung und bat mit Dieter Emig den Groß-Zimmerner Ex-Bürgermeister und Vertreter des Landkreises nach vorn. Der Sozialdemokrat lüftete dann das Geheimnis für sein Erscheinen: Er fungierte als Laudator und verlieh Roßkopf zugleich den Sportehrenpreis des Landkreises.

Auf den 64-jährigen Münsterer war der Kreis durch einen Vorschlag des Turnvereins gekommen – und dem Vorschlag gern gefolgt. Denn was Harald Stork stellvertretend für den TVM-Vorstand als Gründe für die Preisverleihung an Roßkopf zusammengetragen hatte, musste Eindruck hinterlassen. Zusammengefasst, wie Stork es vorab formuliert hatte: „Er ist und bleibt eine der tragenden Säulen des Vereins.“

Schließlich leiste Roßkopf bei den Handballern – inzwischen üben sie diese Sportart in einer Spielgemeinschaft mit dem TAV Eppertshausen aus, um personelle Ressourcen, aber auch die Hallenkapazitäten für die gemeinsame Sportart zu bündeln – „Vereins- und Jugendarbeit aus Leidenschaft und Überzeugung“, wie es Stork ausdrückte. Unter diesem Motto lasse sich das „außergewöhnliche und langjährige Engagement unseres Vereinsmitgliedes Karlo Roßkopf am besten zusammenfassen“.

Seit seiner Jugend hat sich Roßkopf, der Anfang 1968 als 14-Jähriger beim TV Münster eintrat, dem Handballsport verschrieben. Zuvor ausgebildet bei den Turnern, fand er in dieser schnellen Sportart seine Erfüllung. „Ausgestattet mit viel körperlichem Geschick, einem guten Auge und einem unbändigem Einsatz“, wie es Laudator Emig ausdrückte, erzielte Roßkopf im Handball seine größten Erfolge. Mehrfach wurde er in die Bezirksauswahl berufen und stellte dort seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Als einer von wenigen Spielern des TVM kam er auf mehr als 1 000 Einsätze als aktiver Spieler im Trikot dieses, seines Vereins.

Neben seinem sportlichen Engagement galt Roßkopfs Hauptaugenmerk bereits in jungen Jahren der Nachwuchsarbeit. Er trainierte eine Vielzahl von Jugendmannschaften, erwarb die Trainerlizenz und übernahm streckenweise zusätzliche Verantwortung als Übungsleiter im Aktivenbereich. Bereits als 26-Jähriger übernahm er zudem für mehrere Jahre die Leitung der Handball-Abteilung des Turnvereins. „Dies in einer Zeit, in der die Sportart mit dem Bau der Gersprenzhalle einen regelrechten Boom erlebte und dementsprechend viel Einsatz gefragt war“, wie Emig erinnerte.

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Mehr als zwei Jahrzehnte lang war Roßkopf sowohl im Verein als auch in der Handball-Spielgemeinschaft als ehrenamtlicher Jugendleiter aktiv. Innerhalb der HSG nimmt er dieses Amt auch derzeit noch war. Roßkopf organisierte nicht nur den laufenden Trainings- und Spielbetrieb, sondern auch Jugendfreizeiten und Feierlichkeiten. Nach wie vor trainiert er Jugendmannschaften. Darüber hinaus sorgt er wöchentlich als ehrenamtlicher Übungsleiter für die Beweglichkeit der ehemaligen Damenmannschaft sowie der Altherrenspieler. Damit nicht genug: Seit mehr als 40 Jahren ist Roßkopf auch als Handball-Schiedsrichter für die Ordnung auf dem Parkett verantwortlich. Dafür erhielt er durch den Handballbezirk Odenwald/Spessart bereits eine Auszeichnung. Nun gesellt sich mit dem Sportehrenpreis eine weitere hinzu.

Quelle: op-online.de

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