Wohl dem, der mit „Leader“ kann

Münster kassiert für Projekte immense EU-Zuwendungen

Der Bürgerpark als Mehrgenerationenanlage wird schon bald mit 170 000 Euro aufgepeppt. 95 000 Euro dafür fließen aus dem Leader-Projekt. Foto: Th. Meier
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Der Bürgerpark als Mehrgenerationenanlage wird schon bald mit 170. 000 Euro aufgepeppt. 95. 000 Euro dafür fließen aus dem Leader-Projekt.

Münster – Im Beantragen und Einkassieren von Zuwendungen für sogenannte Leader-Projekte ist die Gemeinde groß. Von Thomas Meier

In der Summe aller Zuwendungsbescheide der Regionalentwicklung an die Gemeinde beträgt der Gesamtzuschuss in der aktuellen Förderperiode (2014 bis 2020) bei geplanten Investitionen von knapp einer Million immerhin 518. 185 Euro. Einen großen Batzen von 200. 000 Euro entfallen allein auf das Altheimer ARThaus, doch Landrat Klaus Peter Schellhaas überbrachte jüngst weitere positive Bescheide. So gibt es für das Wisent-Projekt und die Naturpädagogik auf dem ehemaligen Muna-Gelände über 60. 000 Euro, für den Bürgerpark nebst Kiosk und Spielplatz fließen 95. 000 Euro und die Skateanlage Altheim, Wunschprojekt einiger Jugendlicher, wird mit über 24. 000 Euro bezuschusst.

Der Erweiterung und Verbesserung des Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche in der Region soll einmal die Skateanlage in Altheim dienen, heißt es im bewilligten Förderantrag. Die Einrichtung für rollende Jugend lässt sich die Gemeinde 41. 576 Euro kosten. Für diese Investition sind 70 Prozent förderwürdig, der Zuschuss aus der EU beträgt somit 24. 456 Euro.

Zielgruppe der Förderung sind Jugendliche aus Altheim, Schüler angrenzender Schulen sowie „weitere Nutzer aus der Region“, heißt es. Die kleinere Anlage (Münster hat am Abtenauer Platz eine große, unter Fans vielgerühmte Skaterbahn) soll noch in diesem Jahr am Sportplatz Altheim entstehen. „Die Maßnahme fügt sich in das Regionale Entwicklungskonzept ein und entspricht auch dem Leitbild der Region“, heißt es hierzu aus dem Landratsamt: „Kinder und Jugendliche gehören zur Zukunft unserer Region, die sie aktiv mitgestalten.“

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Guy Laliberté liebt das Spiel mit dem Feuer - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Kanadier war früher Feuerschlucker und Zirkusdarsteller. Aus einem Abenteuer heraus fuhr er mit einer Truppe ohne Rückflugticket nach Las Vegas. Dort gründeten sie "Cirque du Soleil". Heute ist er der CEO des Entertainment-Unternehmens und soll ein geschätztes Vermögen von 1,19 Milliarden Dollar besitzen.
Als Kind wuchs er in einem Armenviertel auf, heute ist er CEO der wohl bekanntesten Coffeeshop-Kette der Welt: Howard Schultz. Er hat Starbucks zu dem gemacht, was es heute ist - unter ihm wurden weltweit 16.000 Filialen geöffnet. Zahl steigend. Der Erfolg kam, als er nach seinem Studium das erste Café der Kette übernahm, als es noch in Kinderschuhen steckte. Aktuelles Vermögen: 2,8 Milliarden Dollar.
Sie ist wohl Amerikas bekannteste und beliebteste TV-Talkmasterin aller Zeiten: Oprah Winfrey. Ihre Vermögen wird auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt. Doch das war nicht immer so. Sie wurde in eine arme Familie in Mississippi geboren, konnte jedoch ein Stipendium an der Tennessee State University ergattern. Dort wurde sie mit 19 Jahren die erste afro-amerikanische TV-Korrespondentin. Anschließend zog sie nach Chicago, um für eine Morgen-Talkshow zu arbeiten. Der Rest ist Geschichte.
3,3 Milliarden Dollar: So viel soll John Paul deJoria sein Eigen nennen. Wenige kennen seinen richtigen Namen, dafür aber umso mehr den seiner Friseursalon-Kette, Paul Mitchell. Vor seinem Durchbruch lebte er in seinem Auto und ging hausieren, um seine Produkte zu verkaufen.
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Zur „Ausgestaltung eines naturpädagogischen Angebots auf dem Muna-Gelände“ , der lange vernachlässigten militärischen Konversionsfläche beim Breitefeld, fließen 60. 522 Euro, die Gesamtinvestitionskosten wurden mit 91. 500 Euro beziffert. Ziel ist der Ausbau der Bunkeranlagen als naturpädagogisches Ausflugsziel mit Tierbeobachtung. Einbezogen werden sollen dabei der Naturschutz, der Heimat- und Geschichtsverein, Touristenverbände und ähnliches. Als Beitrag für die Region sehen die Förderer gleich mehrere Felder: Mobilität und Arbeit in der Region, Welterbe, Geo und Kultur sowie „In-Wert-Setzung kulturhistorischer und geologischer Lern- und Erlebnisangebote“.

Die Mehrgenerationenanlagen am Bürgerpark einschließlich der Umgestaltung von Kioskgebäude und Spielplatz lässt sich Münster 170. 000 Euro kosten. Und sackt knapp 95. 000 Euro Fördersumme dafür ein. Das Projekt ist mit der AktVis-Aktion verknüpft, gab es doch im Rahmen des Forschungsvorhabens der TU Darmstadt aus der Bevölkerung den Wunsch nach mehr Wiederbelebung des Ortskerns.

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