Rockiger Auftakt

Mixtur macht „Minsders“ Kerb munter

+
Unabdingbar an Kerb: die Hinnergassebuwe.

Eine aktionsreiche Kerb begann mit einem fulminanten Konzertauftakt mit der Band rediostix am Freitagabend im voll besetzten Festzelt am Platz des Friedens, wurde am Samstag mit einer stimmungsreichen Proklamation der neuen Kerbburschen und Übergabe der Insignien „Schlissel und Siren“ fortgesetzt, erfuhr gestern einen herrlichen, spätsommerlichen Umzug und ist heute mit der Seniorenkerb und dem Frühschoppen noch lange nicht beendet.

Münster – Unter dem Motto „Was nicht klingt, wird klingend gemacht“, präsentierten sich die vier Jungs der Cover-Band rediostix zum Kerbauftakt am Freitagabend mit einem Programm aus Rock, Pop und Deutschrock. Gegründet hat sich die Gruppe bereits 1997 für eine Aktion des Jugendzentrums in Erzhausen „Lern dein Instrument spielen“. Daraus formierte sich die heutige Band „rediostix“. Zwei der Gründungsmitglieder, Roman Flath (Gesang), sowie Hasan Karali (Gitarre), sind noch immer Teil der Band. 2016 kam durch einen Wechsel André Abel ans Schlagzeug, 2017 übernahm Steffen Selmes den Bass. 2012 gewann die Band den Rookie Award und wurde damit den Titel beste Newcomer Band in Hessen.

Und der Kerbverein tat einen guten Griff, die Formation für den Kerbauftakt zu verpflichten. Die Jungs rockten – trotz Erkältung des Frontmannes – das Zelt. Mit einer Mischung aus alten Hits aber auch aktuellen Songs boten sie ein Programm für jeden Geschmack und jedes Alter; also genau richtig für die Mengelage im Zelt.

Ihre Kerbnamen sind Wurstschlucker (Tristan Polixa), Sipprest (Leon Beck), Flying Hirsch (Fabian Frühwein), Big Mac (Jan Rau), Stiefelbrecher (Niklas Seib), Süß-Sauer (Nick Rettig), Lost (Oliver Wissel) und Mäxchen (Julian Gabel. Richtig gezählt: Es sind acht, und nicht wie zunächst angekündigt sechs Kerbborschen, die sich und ihre jeweils 18 Lenze fünf Tage lang feiern lassen. Und zu ihrer Inthronisation am Samstagabend, als der Borsche-Jahrgang 2018 die Insignien, „Schlissel und Siren’“, an die Newcomer übergab, brodelte das Zelt am friedlichen Platz, als wolle es gleich explodieren. Das nahm nicht Wunder, hatte doch Moderator Stefan Hebeling zur Vorstellung der Truppe neben ihren Spitznamen noch manch andere spitze Bemerkung parat. Und zudem sorgten die an Kerb unverzichtbaren Hinnergassebuwe („Minsterer Bäckstrietbois“) für den passenden Kerbsound im Zelt.

Nach dem Konzert am Freitag und der Party am Samstag folgte gestern um 14.30 Uhr der Kerbumzug. 15 Kerbjahrgänge hatten ihre Teilnahme gemeldet, zwischen ihnen tummelten sich weitere „Zugbegleiter“, derweil bei herrlichem Spätsommerwetter der Zugrand gesäumt war von beobachtendem Publikum. Große Umzugswagen waren nur drei zu bestaunen. Die meisten Zugteilnehmer scheuen die TÜV-Kosten für solche Unterfangen.

VON THOMAS MEIER

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare