Mehr Kilometer als 2018 angepeilt

Münster radelt für den Klimaschutz

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Ab 1. September radelt Münster wieder fürs Klima. Es gilt, innerhalb von drei Wochen die 37 494 Kilometer aus dem Vorjahr zu toppen.

Bereits im vergangenen Jahr haben viele Münsterer ordentlich in die Pedale getreten, um bei der internationalen Aktion „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses ein Zeichen für mehr Radverkehr und Klimaschutz zu setzen. Stolze 37 494 Kilometer kamen zusammen.

Münster – Das entspricht einer CO2-Einsparung von fünf Tonnen. Um diesen Wert mit Aufforstung zu erreichen, müsste man 400 Bäume pflanzen.

Auch 2019 ist die Klimaschutzkommune Münster wieder dabei, diesmal liegt der Aktionszeitraum im September. Und natürlich lautet das erklärte Ziel: Der Wert von 2018 muss getoppt werden! Anmeldungen sind schon jetzt möglich.

Am 1. September fällt in Münster der Startschuss für die nächste Aktion „Stadtradeln“. Drei Wochen haben die Teilnehmer dann Zeit, möglichst viele Radkilometer zu sammeln. Egal, ob die kurze Fahrt zum Supermarkt oder die ausgedehnte Tour durch den Odenwald: Jeder Kilometer zählt.

Mitmachen kann jeder, der in Münster wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder einem Verein angehört. Die Teilnahme ist kostenlos. Erfasst werden die Kilometer entweder direkt mit einer App, die während des Fahrens automatisch die Strecke erfasst, oder nachträglich online unter www.stadtradeln.de. Sportvereine, Firmen, Stammtische. Alle, die Lust haben, können Teams gründen. Und das Beste: Unter den fleißigsten Radlern werden am Ende attraktive Preise verlost.

Die Aktion soll natürlich vor allem Spaß machen, der Hintergrund ist allerdings ein äußerst ernster. Der globale CO2-Ausstoß steigt dramatisch, die Erderwärmung ist nicht mehr aufzuhalten, nur noch abzumildern. Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich auch bei uns bereits jetzt bemerkbar. „Mit Dürreperioden und heftigen Unwettern wie „Fabienne“ vergangenes Jahr im September müssen wir in Zukunft noch viel öfter rechnen. Höchste Zeit also, zu handeln. Schon mit kleinen Änderungen im Alltag kann jeder einzelne von uns viel für den Klimaschutz bewegen“, betont Bürgermeister Gerald Frank. „Wer das Auto öfter mal stehen lässt und stattdessen das Rad nimmt, leistet nicht nur einen aktiven Beitrag für seine Gesundheit, sondern auch für die Umwelt.“

Der Verkehr trage in Deutschland rund 14 Prozent zum Gesamt-CO2-Ausstoß bei. Der Großteil davon entfalle auf den Straßenverkehr. „Und wir steuern derzeit in die falsche Richtung. Zwar stoßen Pkw heute insgesamt weniger Schadstoffe aus als noch in den neunziger Jahren. Allerdings sind nach Zahlen des Umweltbundesamtes 17 Prozent mehr Autos auf den Straßen unterwegs als 1995 und die Wagen sind immer größer und schwerer geworden, was den positiven Effekt nahezu komplett aufhebt. Überfüllte Straßen und Staus sind eine weitere Nebenerscheinung dieser Entwicklung. Gerade für kürzere Strecken aufs Rad umzusteigen, ist also nicht nur gut für die Umwelt und hält fit, sondern ist auch deutlich stressfreier“, heißt es dazu in einer städtischen Mitteilung.

„Wenn nur etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden“, verdeutlicht Klimaschutzmanager Eric Maercker von der Gemeinde Münster, der das Stadtradeln organisiert. CO2 einsparen lasse sich noch in anderen Bereichen des Alltags, zum Beispiel in puncto Energie, Bauen, Heizen und Konsum. Tipps, Beratung und Fördermöglichkeiten gibt es im Internet. (bp)

Quelle: op-online.de

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