Kampfrichters Paketband-Hilfe

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Die jungen Triathleten gaben nicht nur auf der Radstrecke alles.

Münster - Ganz im Zeichen des Sports stand Münster am Samstag, als der VfL Münster seinen 12. Schülertriathlon für Kinder, Jugendliche und Junioren im Alter von acht bis 19 Jahren ausrichtete. Von Verena Scholze

Aus ganz Hessen waren die Athleten angereist, um an diesem heißen Tag ihren dreigeteilten Wettkampf zu absolvieren. Die Sonne strahlte vom Himmel und bot gute Wettkampfbedingungen, leichter Wind brachte vor allem den Sportlern auf der Radstrecke etwas Erfrischung.

Im Laufe des Tages zeigte sich, wie gut die Schüler trainiert hatten und zu vielen persönlichen Höchstleistungen aufliefen. Hierzu trug auch das mitgereiste Publikum einiges bei, denn die Eltern, Geschwister und Vereinsmitglieder zeigten fairen Sportsgeist, feuerten alle Teilnehmer lautstark an und verströmten gute Stimmung am Rande der Pisten. Hier sorgten rund 60 freiwillige Helfer für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit. Allein an der Radstrecke zwischen Münster und Altheim waren 22 Posten im Einsatz, wie Karl-Heinz Roßkopf vom VfL berichtete. Von 180 gemeldeten Athleten waren 163 zu den Wettkämpfen angetreten, darunter 20 Starter des VfL Münster.

Alle Hände voll zu tun

Alle Hände voll zu tun hatten die ehrenamtlichen Kampfrichter, die am Eingangsbereich zur Radstrecke standen. Nach den erfolgreich absolvierten Schwimmwettbewerben im Hallenbad trafen die jungen Sportler im Gersprenzstadion ein, das zeitweise einem Ameisenhaufen glich. Die Unterbrechung zwischen Schwimm- und Radstrecke ist charakteristisch für die Veranstaltung und wurde von den Athleten einerseits als irritierend, andererseits auch als angenehm empfunden.

Die jüngeren Athleten drehten auf der Laufstrecke im Stadion ihre Runden.

Bevor man sich in den Innenraum des Stadions zum Startplatz begeben durfte, musste jeder Teilnehmer zunächst seine Ausrüstung wie Rad und Helm einer Kontrolle unterziehen lassen. Wie wichtig die war, zeigte sich bei einigen Rädern, die Mängel aufwiesen. So musste an einem Rad noch kurz vor dem Start die zum Abstützen angebrachten Lenkerhörnchen wegen der möglichen Verletzungsgefahr abmontiert werden, was die junge Athletin aus Kronberg, vor allem aber ihren Vater ins Schwitzen brachte. Aber der legte sich ins Zeug, und dem Start der Sportlerin stand dann nichts mehr im Weg. Als „helfende Hände“ standen ebenfalls die Kampfrichter zur Seite. So wurden defekte Startnummern provisorisch mit Paketband festgeklebt oder Helmverschlüsse repariert.

Keine schwere Verletzungen

„Erst spurten, dann starten“, nach diesem Motto schwangen sich die Sportler im Abstand der Schwimmzeiten auf ihr Rad. Die jungen Triathleten mussten unter Anrechnung ihrer Schwimmzeiten einen „Le- Mans-Start“ absolvieren, also von einem Startplatz aus zu ihren aufgereihten Rädern laufen, die Helme aufsetzen, die Räder aus dem Stadion schieben und dann losspurten. Als Radstrecke stand wieder die für den Autoverkehr gesperrte Landstraße zwischen Münster und Altheim zur Verfügung, eine Beeinträchtigung, für die jeder Verständnis zeigte. „Ich ziehe meinen Hut vor den jungen Leuten“, erklärte ein Anwohner, der von seinem Garten aus die Radrennstrecke im Auge behielt und die Wettkämpfe verfolgte.

Alles verlief ohne größere Zwischenfälle, einzig eine Sportlerin musste nach einem Sturz mit ihrem Rad kurzzeitig versorgt werden. Hier erfolgte jedoch schnell Entwarnung, es lag keine schwerere Verletzung vor.

Überraschende Sieger

Es gab einige überraschende Sieger in den verschiedenen Altersklassen, die selbst nicht mit ihrem Erfolg gerechnet hatten, darunter Hannah Zimmermann vom MTV Kronberg in der Klasse Schüler A, weiblich. Auch der VfL Münster konnte eine Siegerin ehren, Delphine Halberstadt belegte in der Klasse Jugend A, weiblich, den ersten Platz. Und eine Topleistung erzielte Lukas Braun vom TUS Griesheim, der in der Klasse Jugend A-männlich eine schnellere Zeit erzielte als die Junioren.

„Seit Ende November 2011 laufen die Vorbereitungen zu diesem Schülertriathlon“, erzählte Roßkopf. Die Idee zu dieser Veranstaltung entstammte von einem Team Jugendlicher, die vor nunmehr zwölf Jahren den ersten Triathlon ausrichteten und dessen Organisation auch heute noch autonom der Jugendabteilung des VfL Münster obliegt. Den Abschluss des Tages bildete die Siegerehrung auf dem Rasen im Stadion und rundete für die meisten Nachwuchsathleten den erfolgreichen Tag ab.

Quelle: op-online.de

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