Nach 12:1-Sieg das erste Fass angeschlagen

FSV Münster stemmt „Münsterer Bierfest“ solo

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Die Alten Herren der FSV Münster feierten beim Bierfest ihren 12:1-Sieg über die Hobbykicker der DJK Blau-Weiß – natürlich mit reichlich Gerstensaft.

Münster - Zum insgesamt vierten Mal und erstmals ohne Beteiligung des AGV Eintracht hat die FSV das „Münsterer Bierfest“ auf ihrem Vereinsgelände an der Frankfurter Straße gefeiert. Von Jens Dörr 

Involviert war auch die neue Pächterin der FSV-Vereinsgaststätte, die gerade hungrige Münsterer und Dieburger um eine Chance bat, ihnen ihre Kochkunst näherbringen zu dürfen. Suzana Christian, wie die seit April in der Gaststätte der Freien Sportvereinigung tätige Gastronomin heißt und dort das „Suza’s“ betreibt, ist eine herzliche Frau. Das spürt man bereits bei der ersten Unterhaltung. „Das Essen bei ihr ist klasse“, schwärmt der FSV-Vorsitzende Peter Samo-schkoff darüber hinaus. So langsam spreche sich das in Münster auch herum, allerdings nicht so schnell wie erhofft: Die ersten Monate seien „etwas schleppend“ verlaufen, gibt der Chef des Vereins zu. Auch Suzana Christian bittet: „Ich wünsche mir, dass mir die Münsterer und Dieburger eine Chance geben.“ Nach längerer Zeit ohne attraktives gastronomisches Angebot sei es immer schwer, Lust auf einen Besuch gerade an einem Standort wie der Vereinsgaststätte der „Freien“ zu machen, wissen die Wirtin, die zuvor drei Jahre lang in Ober-Roden und davor elf Jahre lang in Neu-Isenburg in der Gastronomie arbeitete, wie auch Samoschkoff.

Dabei lässt es sich auf dem FSV-Areal bestens aushalten – draußen während des regulären Betriebs (dienstags bis samstags ab 17.30 Uhr, sonntags ab 10.30 Uhr) auch im kleinen Biergarten oder wie am Samstag beim Bierfest zwischen den beiden Rasenplätzen und den Garagen. Zur Musik des diesmal unfreiwillig halbierten DJ-Duos Wicked Wilz hatte auch die FSV etwas halbiert: die Dauer des ansonsten zweitägigen Ereignisses. Diesmal mussten die „Freien“, die den Sonntag gestrichen hatten, ohne Unterstützung des AGV „Eintracht“ auskommen.

AGV-Vorsitzender Manfred Löbig, am Samstag mit einigen Sangesfreunden ausschließlich aus Genussgründen vor Ort, erläuterte die Pause: „Wir wollten unseren Mitgliedern in diesem Jahr nicht noch mehr Arbeit zumuten.“ Schließlich übernehme man demnächst auch die Bewirtung einer großen Sparkassen-Veranstaltung in der Kulturhalle. Das Open Air mit den „jungen Chören“ brachte der Verein in diesem Jahr –erstmals auf dem FSV-Gelände und nicht am Freizeitzentrum – bereits über die Bühne. Raus aus dem „Münsterer Bierfest“ sei man aber nicht. Löbig: „Ich denke, im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“

Die besten Bier-Weltrekorde

Das Fest eröffnet hatten Peter Samoschkoff, Bürgermeister Gerald Frank und Axel Peters: Letztgenanntem oblag diesmal die Ehre, vor rund 70 Gästen am frühen Abend (zu denen sich später noch deutlich mehr gesellten) das erste Fass anzuschlagen.

Mit seinen 64 Jahren ist Peters der älteste Spieler des Altherren-Fußballteams der FSV. Vor dem Bierfest hatte Peters’ Mannschaft ein Freundschaftsspiel gegen die Hobbykicker der DJK Blau-Weiß mit 12:1 gewonnen. Am Abend konnte das mit Bier von diesmal fünf verschiedenen Brauereien aus der Region (Samoschkoff: „Internationales Bier wollen wir hier nicht haben“) begossen werden. Die Grundlage im Magen stellten die Speisen von Suzana Christian dar: unter anderem Spaghetti mit Meeresfrüchten, aber auch Schnitzel mit Pfifferlingen. Nicht aus dem Großmarkt, übrigens: „Die haben wir selbst im Wald bei Neu-Isenburg gesammelt“, verriet die FSV-Wirtin stolz.

Quelle: op-online.de

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