Land Hessen fördert öffentliche Elektrotankstellen

Strom zapfen am Rathaus

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Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig von Entega und Bürgermeister Gerald Frank nahmen die Ladesäule gestern in Betrieb.

Münster - Die Gemeinde hat zwei neue Elektrotankstellen erhalten. Ab sofort können jeweils zwei Fahrzeuge am Rathausplatz und am Abtenauer Platz aufgeladen werden. Von Yvonne Fitzenberger 

Gestern weihten Bürgermeister Gerald Frank und Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, Vorstandsvorsitzende der Entega, die neue Säule am Rathausplatz ein. Parallel wurde auch die zweite Ladestation am Abtenauer Platz in Betrieb genommen. Ermöglicht hat das der Darmstädter Energieversorger Entega durch das Projekt „Elektromobilität für Südhessen“. Mit Unterstützung des Landes Hessen sollen insgesamt 100 Ladesäulen in den teilnehmenden Kommunen errichtet werden. Die erste entstand in Groß-Umstadt. Nummer zwei und drei gingen an die Gemeinde Münster. Mit einer Summe von 500.000 Euro fördert das hessische Wirtschaftsministerium den Ausbau des Tankstellennetzes. Bisher nehmen 33 Kommunen an dem Projekt teil, wodurch 38 Elektrotankstellen entstehen. Weitere 30 Kommunen verhandeln über die Teilnahme.

„Mit der Unterstützung des Landes Hessen schaffen wir es noch in diesem Jahr, die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Hessen um fast 30 Prozent zu erhöhen“, sagte Wolff-Hertwig. In Südhessen sei der Prozentsatz sogar noch höher. Der Stromversorger unterstütze den Ausbau, da „der Elektromobilität in Südhessen die Zukunft gehört“.

Bislang ist Deutschland von den Nachbarländern allerdings weit abgeschlagen, was E-Mobilität betrifft. Nur 11.500 Ladestationen gibt es bisher. Spitzenreiter ist Norwegen – dort werden Elektroautos durch steuerliche Vorteile gefördert. „In Deutschland ist das etwas schwieriger“, erzählte die Vorstandsvorsitzende. Autohersteller fordern zunächst ein entsprechendes Ladenetz für ihre Modelle, die Stromanbieter verlangen erst einmal das entsprechende Angebot. „Damit es voran geht, arbeiten wir mit dem Land Hessen zusammen“, sagte Wolff-Hertwig.

Auch Bürgermeister Gerald Frank ist davon überzeugt. „Wir haben hier mit unserem Projekt offene Türen eingerannt“, erinnerte sich Wolff-Hertwig. Frank sagte dazu: „Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern erhöht auch die Attraktivität unserer Gemeinde.“

Welches Elektroauto zu wem passt

Zum Einsatz kommen AC-Ladesäulen mit einer Leistung von zweimal 22 Kilowatt. An ihnen tanken die Fahrzeuge viermal schneller als an einer herkömmlichen Steckdose. Ein neues E-Auto wie der BMW i3 sei laut Entega innerhalb von zweieinhalb Stunden vollständig geladen. Bezahlt werde mit einer gängigen Ladekarte oder einer von Entega direkt. Dabei können Entega-Kunden für 25 Euro im Monat ihr E-Auto auftanken – damit ist das strombetriebene Fahrzeug nicht nur umweltfreundlich, sondern spart auch Kosten.

Als besonderes Geschenk leiht Wolff-Hertwig der Gemeinde einen BMW i3 für eine Woche. Während der E-Mobilitätswoche kann jeder Interessierte einmal mit einem E-Auto fahren. Auf www.lemnet.org/de finden E-Autofahrer alle Stromtankstellen in der Region und sogar ganz Europa. Weitere Informationen gibt es auch unter www.entega.de.

Quelle: op-online.de

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