Chöre

Über 350 Stimmen aus neun Formationen gestalten klangvolle Nacht mit vielen Höhepunkten

Dirk Schneider mit Future Vox: Der zur Nacht der Chöre einladende MGV begrüßte die vielen Gäste mit einem musikalischen Mix in der voll besetzten Kulturhalle Münster.

Die lange Nacht der Chöre brach am Samstag in der Kulturhalle Münster noch im Hellen an. Einlass war ab 17. 30 Uhr, Gesang von der Bühne gab es ab 19 Uhr, die offiziellen Darbietungen waren gegen 23.

Münster – 30 Uhr beendet, danach sangen Chormitglieder und Gäste gemeinsam, aber ohne Dirigenten bei der „After-Show-Feier“ im unteren Foyer der Halle zu Musik aus der „Konserve“.

Gastgeber der Veranstaltung mit dem Titel „Vocal Landscapes“ war der Popchor Future Vox des Männergesangvereins Münster, der acht Gastformationen eingeladen hatte. Bei Musikliebhabern und Freunden anspruchsvollen Chorgesangs haben die mit mehr als 300 Sängerinnen und Sängern erschienenen Chöre klangvolle Namen. Sie kamen aus Dieburg, Schaafheim, Seligenstadt und Wixhausen. Selbst aus Frankfurt hatten sich zwei Formationen nicht gescheut, nach Münster zu kommen.

Über 350 Stimmen gestalteten mit ihren Darbietungen außergewöhnliche, chormusikalische Landschaften – eben die „Vocal Landscapes“ – und boten dem Publikum ein breit gefächertes und kontrastreiches Repertoire. Ob Rock, Pop, Musical, Jazz, Swing, Gospel oder Klassik; all das, was chormusikalisch möglich ist, wurde zu Gehör gebracht.

Auch das Publikum ließ sich hören, bei mehr als 400 besetzten Stühlen sicher keine schwere Aufgabe. Alle Darbietungen wurden mit Begeisterung aufgenommen und mit lebhaftem Applaus versehen. Jede der aufgetretenen Formationen hatte es mindestens einmal geschafft, beim Publikum wahre Begeisterungsstürme auszulösen.

Der Gastgeber, Future Vox unter der Leitung von Dirk Schneider, machte den Anfang, unter anderen mit Songs von Justin Timberlake und Robbie Williams. Chorios aus Schaafheim folgte und Dirigentin Christina Krapp konnte Stolz auf ihre Sänger sein, denn die unterstrichen mit stimmigen Bewegungen ihren Gesang. Passend dazu der Song „A million dreams“ aus „The Greatest Showman“, dessen Vortrag alle in der Kulturhalle mitriss.

Es folgte ein schneller Wechsel von Schaafheim nach Wixhausen, denn „Just Amazing“ unter der Leitung von Janina Hirch brachte nicht nur Musik aus Disney´s Film „Vaiana“. Nach so viel energiegeladener Musik war den Zuhörern eine erste Pause gegönnt. Nach dem Genuss von viel frischer Luft vor der Kulturhalle kehrte man jedoch bald wieder zurück in den großen Saal, um die nächsten Chöre zu genießen.

„Donnacapella“ aus Frankfurt steht unter der Leitung von Juliane Wurth, die mal voller Power, mal weiblich sanft ihre Titel zur Freude aller Anwesenden vortrug. Mit Soundproof aus Wixhausen, Dirigent Alexander Franz, und Mainstimmig aus Frankfurt, Leitung Clemens Schäfer, dehnte sich die Landschaft um Münsters Kulturhalle nicht nur musikalisch aus. Die fünf Titel der Frankfurter Sänger lösten weitere Begeisterungsstürme aus, sodass nach deren Vortrag eine weitere Pause für alle angesagt war. In der Pause befragt, bekundeten Sängerinnen aus Frankfurt, dass sie vom Ambiente in Münster angetan wären und bestimmt mal wiederkommen werden.

Zunächst aber ging es weiter im Konzertsaal. Contrapunkt, mit „K“ geschrieben ursprünglich eine Lehre, mehrstimmige Musik zu organisieren, jetzt der Name eines Chores aus Seligenstadt, trat auf.. Stefan Weilmünster hatte als Dirigent keine schwere Aufgabe, seine Sänger zu begeistern und damit auch das Publikum in der Kulturhalle. Das Dirigieren übernahm nun wieder Dirk Schneider, allerdings bei seinem Dieburger Chor Confuego. Der hatte quasi ein „Heimspiel“, und entsprechend viele jubelnde Fans im Saal.

Der Chor „Surprising“ aus Wixhausen startete mit einer überraschenden Ansage von „Völlig losgelöst“, ein Titel von Peter Schilling, dessen Bekanntheit vom Publikum bestätigt wurde. „Den singen wir aber jetzt nicht“, kündigte eine Sprecherin des Chores an. Die Formation ließ dann eine Version nach dem Original von David Bowie erklingen, die deutlicher zum Ausdruck bringt, dass hier eine Katastrophe der Weltraumfahrt beschrieben wird. Das Publikum tobte vor Begeisterung.

Zum brodelnden Kessel wurde die Halle, nachdem der Chor unter der Leitung von Alexander Franz „The Greatest Show“ aus „The Greatest Showman“ beendet hatte. Beendet waren damit die Bühnendarbietungen, die lange Nacht der Chöre aber noch lange nicht...

VON PETER PANKNIN

Quelle: op-online.de

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