Schülertriathlon in Münster

Delphine Halberstadt ohne Konkurrenz

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Aufs Rad gestiegen - oder gesprungen - werden durfte erst ab einer bestimmten Linie.

Münster - Kann ein dritter Platz mehr wert sein als ein erster? Kommt darauf an, könnte man antworten: Beim Schülertriathlon des VfL Münster am Samstag sicherte sich vom gastgebenden 500-Mitglieder-Verein Delphine Halberstadt den Sieg in ihrer Altersklasse.  Von Jens Dörr

Bei den Juniorinnen war sie allerdings ohne Konkurrenz. Mehr Aussagekraft hatten hingegen die dritten Plätze von Lisa Oed bei der weiblichen B-Jugend und Leon Kleinheinz bei der männlichen A-Jugend.

Beide VfL-Athleten stürmten trotz größerer Starterfelder aufs Treppchen. Oed hatte es über 400 Meter Schwimmen (16 Kurzbahnen), elf Kilometer auf dem Rad und zwei Kilometer per pedes mit Einlauf auf dem Rasen des Gersprenzstadions mit zwölf Konkurrentinnen zu tun. Sie brauchte insgesamt 34:57 Minuten, war sogar in Reichweite von Platz zwei. Nur Siegerin Lisa Tertsch vom DSW Darmstadt war deutlich schneller. Im abschließenden Lauf war Oed die zweitbeste. Andreas Kropp, Vorsitzender der VfL Münster und Sportlicher Leiter des Hessischen Triathlon-Verbands sieht sie als beste hessische Triathletin des Jahrgangs 1999. Am Samstag musste sie sich auch mit Sportlerinnen des Jahrgangs 1998 auseinandersetzen.

Zieleinlauf war auf dem Rasen des Gersprenzstadions.

Kleinheinz überzeugte in seinem Rennen vor allem auf dem Rad. Nach exakt 26 Minuten hatte er die Strecke bewältigt, der sich auch Oed gestellt hatte. Seine Konkurrenz war mit zehn Athleten quantitativ mittelmäßig besetzt. Bei der männlichen B-Jugend gingen mit 27 Startern die meisten ins Rennen. Insgesamt nahmen 147 Jugendliche teil. Für alle galt: Zwischen dem Schwimmen im Hallenbad und dem Radfahren und direkt folgenden Laufen gab es eine Pause. In ihr wurde der Transfer zum Gersprenzstadion vorgenommen. Zudem trägt der Schülertriathlon damit dem Vorhaben Rechnung, auch jungen und unerfahrenen Sportlern das Absolvieren des Dreikampfs zu ermöglichen.

Auch junge und unerfahrene Sportler am Start

Das schloss derweil nicht aus, dass die Wettkampfrichter unter den rund 80 VfL-Helfern auch Teilnehmer bei Regelübertretungen disqualifizierten. Ähnlich anderen Sportarten gehen dem beim Triathlon zunächst oft allerdings Verwarnungen voraus.

Die Sportler mussten sich bei vielen Kleinigkeiten nicht nur auf ihre Kondition konzentrieren: So galt es beim Schwimmen zu beachten, wenn die Kampfrichter am Ende der Bahn ein Brettchen ins Wasser steckten. Das war das Zeichen, dass die erforderliche Strecke geschwommen wurde. „Bei den kurzen und vielen Bahnen verliert man schnell mal den Überblick“, so Kropp am Samstag, als die Luftfeuchtigkeit des Hallenbads die Objektive der massig gezückten Kameras beschlagen ließ. Beim Aktiventraining am Abend zuvor sei es auch den Erwachsenen passiert, dass in einem Durchlauf 850 Meter und im anderen 900 geschwommen worden seien. Zu Beginn der Radstrecke, die mit einem Le-Mans-Start begann (einige Meter Laufen zum Rad hin, dann Schieben und erst ab einer bestimmten Linie aufsteigen), galt es ebenfalls aufzupassen. Windschatten-Fahren war hingegen erlaubt.

Bilder vom Schülertriathlon

Schülertriathlon des VfL Münster

Der Münsterer Schülertriathlon ist Teil des Nachwuchscups des Verbands. Über diesen Cup ist zudem die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften möglich. Neben Oed und Kleinheinz überzeugten für den VfL unter anderem die viertplatzierten Leon Hagenlocher (B-Jugend) und Louis Löffelbein (Junioren).

Auch Triathleten des TV Babenhausen mischten mit. Michelle Darsow wurde etwa Zwölfte der B-Schülerinnen, Florian Wenig 21. der B-Schüler.

Quelle: op-online.de

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