Vereinsförderung angehoben

Gemeinde senkt Nutzungsgebühren für Hallen und Stadion: Nachwuchs soll profitieren

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Die Vereinsförderung in Münster wird kräftig erhöht. Davon soll vor allem der Nachwuchs – wie hier bei der DJK – profitieren.

Gute Nachrichten für Münsters Vereine: Die Gemeinde erhöht die Förderung, insbesondere für die Jugendarbeit.

Münster –  Bereits in der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde die Satzungsänderung für die Nutzungsgebühren für Hallen und das Gersprenzstadion mit der Halbierung der Kosten für reine Jugendveranstaltungen beschlossen.

Nun hat auch der Gemeindevorstand die Fortschreibung der Förderrichtlinien als zweite Verbesserung verabschiedet, zu deren Erarbeitung Bürgermeister Gerald Frank die Kommission für Vereine und Ehrenamt einberufen hatte. „Dabei sind nicht nur Kriterien der Förderrichtlinien transparenter geworden. Wir haben das Budget der Vereinsförderung um 33 Prozent erhöht“, erklärte er.

Ausgangspunkt waren verschiedene Gespräche mit Vereinen über deren Arbeit, Ziele und Probleme. „Dabei kam auch immer wieder das Finanzielle zur Sprache. Für mich war dann klar, die Unterstützung hochzufahren und zwar mindestens auf den Umfang, den die Vereinsförderung bis zu den Kürzungen im Zuge der Bankenkrise 2008 hatte“, erklärte der Bürgermeister, „wir haben aber noch eine Schippe drauf gelegt“.

Die Kommission für Vereine und Ehrenamt ist ein Organ zur Beratung des Verwaltungschefs, die nach Bedarf einberufen wird. Ihr gehören neben Vertretern der Fraktionen sachkundige Bürger aus den Vereinen an. Als Zielsetzung wurde gemeinsam festgelegt, dass die Förderrichtlinien transparenter sein und künftig insbesondere die Jugendarbeit stärker unterstützen sollen.

Als Ergebnisse wurden vorgeschlagen: Alle förderwürdigen Vereine erhalten für die Umsetzung ihrer Vereinsarbeit eine einheitliche Basisförderung. Darüber hinaus wird die Ausbildung und Beschäftigung lizenzierter Trainer und Übungsleiter – bei Chören und Musikvereinen die Leiter oder Dirigenten – sowie der Betrieb der Sportstätten gefördert. Die Anzahl der jugendlichen und erwachsenen Mitglieder wird ebenfalls berücksichtigt.

„Wir erhöhen deutlich die Förderung der Jugendarbeit. Wir stärken die qualifizierte Betreuung der Aktiven durch die Unterstützung von Ausbildung und Beschäftigung qualifizierter Trainern und Übungsleiter. Und auch dem Betrieb vereinseigener Sportstätten wird auf Basis tatsächlich entstandener jährlicher Kosten Rücksicht getragen“, hebt Frank die Kernpunkte der Fortschreibung hervor.

Das gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent erhöhte Förderbudget besteht aus folgenden Komponenten (Anteil am Budget in Prozent): Basisförderung für jeden Verein (20 Prozent), jugendliche Mitglieder (25 Prozent), erwachsene Mitglieder (15 Prozent), Ausbildung und Beschäftigung lizenzierter Trainer und Übungsleiter oder Chorleiter (15 Prozent) sowie Betriebsaufwendungen für die vereinseigene/gepachtete Sportstätte (25 Prozent). Außerordentliche bauliche Investitionen werden von der Gemeinde zudem mit 20 Prozent gefördert.

Grundsätzlich können nur Maßnahmen unterstützt werden, die vor Beginn der Maßnahme beantragt wurden. Die sind schriftlich zusammen mit Kostenvoranschlägen an den Gemeindevorstand zu stellen. Grundsätzlich können keine Anträge rückwirkend bewilligt werden. Bewilligte Maßnahmen sind mit entsprechenden Verwendungsnachweisen abzurechnen. Die Auszahlung der bewilligten Förderung kann im Regelfall bereits im darauffolgenden Haushaltsjahr erfolgen.

„Mit der Fortschreibung der Förderrichtlinien stärken wir die Vereine“, resümiert der Bürgermeister.  

tm

Quelle: op-online.de

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