Priestermangel zwingt zu Umstrukturierungen im Bistum

Wahlen des Pfarrgemeinderats fallen in spannende Zeit

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Der Pfarrgemeinderat von St. Michael startet in sein letztes Amtsjahr (von links): Martina Lenz, Carlo Schubert, Margarete Elster, Angela Beck und Brigitte Ganz.

Münster – Es wird eine Zeit des Umbruchs sein, in der die im November neu zu wählenden Pfarrgemeinderäte im katholischen Bistum Mainz ihre Arbeit verrichten werden.

Der hinlänglich bekannte Priestermangel zwingt Bischof Peter Kohlgraf zu einer Umstrukturierung des Bistums. Die Anzahl der Pfarreien wird sich bis 2030 drastisch verringern. Es wird zu Zusammenschlüssen kommen müssen und die Aufgaben aller in den Gemeinden Tätigen werden sich verändern. Aber Bischof Kohlgraf will dies nicht von oben verordnen, sondern Konzept durch Gremien vor Ort entwickeln. Dies wird auch eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Pfarrgemeinderäte sein.

Auf seiner ersten Sitzung im letzten Amtsjahr befasste sich auch der bestehende Pfarrgemeinderat der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael mit der Neuausrichtung des Bistums. Es stellte sich als erstes die Frage ob im kommenden Herbst in den beiden schon jetzt als Pfarreienverbund zusammenarbeitenden Pfarrgemeinden Münster und Eppertshausen ein gemeinsames Laiengremium gewählt werden soll.

Mit Michael Roth und Dagmar Murmann nahmen auch zwei Pfarrgemeinderäte aus Eppertshausen an der Sitzung teil. Es wurde beschlossen, das wichtige Thema auf einer gemeinsamen Klausurtagung beider Räte am 16. März zu besprechen und zu entscheiden. Wichtig ist es jetzt, Menschen zu finden, die in einer spannenden, wenn auch nicht einfachen Zeit bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. „Bischof Kohlgraf macht uns allen das Angebot, den Wandel selbst in die Hand zu nehmen. Es liegt an uns, dieses Angebot mit Leben zu erfüllen“, so Martina Lenz, die für die verhinderte Vorsitzende Sabina Kallendorf die Sitzung leitete.

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Es ist Einladung und Aufforderung zur Mitarbeit, die vom amtierenden Pfarrgemeinderat ausgeht. „Das Ergebnis offensiv beeinflussen, ist besser als es hinterher zu kritisieren“, auch das ist eine Erkenntnis, die von einer Sitzung in einer spannenden Zeit ausgeht. (tm)

Quelle: op-online.de

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