Neuer Besitzer

Wechsel in Kultkneipe „Minsdere Pilsstibbsche“

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Betreiberwechsel im „Minsdere Pilsstibbsche“: Peter und Silvia Löbig haben sich aus der Kultkneipe gegenüber dem Münsterer Bahnhof zurückgezogen. Seit der Eröffnungsparty am 3. Januar führt Alexander Buchholz (Mitte) das Lokal.

Alexander Buchholz hat die Kultkneipe „Minsdere Pilsstibbsche“  am Bahnhof übernommen, aber Peter und Silvia Löbig bleiben im Boot. Die Fortsetzung des FSV-Biergartens gilt als gesichert.

Münster – Auch in der gut laufenden Gastronomie ist die Suche nach einem geeigneten Nachfolger längst keine leichte Sache mehr. Umso glücklicher sind Peter (62) und Silvia Löbig (52), für ihr Lokal fündig geworden zu sein: Mit dem Jahreswechsel hat Alexander Buchholz (33) gegenüber dem Münsterer Bahnhof das „Minsdere Pilsstibbsche“ übernommen. Weiter geht es nicht nur in der Kultkneipe: Auch den Biergarten bei der FSV Münster, den man 2019 erstmals gewuppt hatte, wird das Team in diesem Jahr erneut betreiben.

Den Anfang machten die Löbigs 2007 noch in einem Lokal in der Bahnhofstraße. „Es war schon immer mein Traum gewesen, eine Bierkneipe zu führen“, blickt Silvia Löbig mehr als ein Jahrzehnt zurück. Mit ihrem Mann packte sie die Gelegenheit beim Schopfe – auch als sich 2011 die Chance ergab, ins jetzige, größere Lokal am Bahnhofsplatz umzuziehen. „Der Laden war früher als ,Schimmel-Karl’ bekannt, weil die Familie zwei Schimmel hatte“, lacht die extrovertierte Frau. Weniger das als vielmehr die zusätzlichen Plätze und die kleine Bühne gaben freilich den Ausschlag für den Wechsel ins heutige Domizil.

Münster: Kultkneipe „Minsdere Pilsstibbsche“ hat einen neuen Besitzer

Eben jene Bühne, auf der im normalen Geschäftsbetrieb ebenfalls Gäste Platz nehmen können, haben die Löbigs dann auch genutzt. Die Band Cool Daddy und ein Peter-Maffay-Double waren schon da, ob als Teil des Mini-Festivals „River Night“ oder bei Einzelkonzerten. „Da sind dann schon mal 100 Leute bei uns“, sagt Peter Löbig, der auch sonst einen guten Zuspruch verzeichnet. „Das Schöne ist, dass zu uns alle Generationen kommen.“ Montags bis donnerstags öffnet das „Pilsstibbsche“ um 16.30 Uhr, freitags und samstags um 14 Uhr, sonntags ist zu. „Unter der Woche kommen eher die Älteren, am Wochenende ist auch viel jüngeres Publikum da.“

Was auch mit den jüngeren Mitarbeitern im „Minsdere Pilsstibbsche“ zu tun haben dürfte. So hilft beispielsweise Sohn Patrick Löbig mit; auch den neuen Betreiber Alexander Buchholz kennen Stammgäste bereits. „Er hilft schon länger bei uns mit und kommt gerade bei den Jüngeren gut an“, schmunzelt Peter Löbig. Da strahlt auch der neue Chef und sieht dabei ganz frisch aus, obwohl ihm ein langer Dienst aus der Nacht zuvor in den Knochen steckt.

Münster: Neuer Besitzer will in Kultkneipe „Minsdere Pilsstibbsche“ neue Akzente setzen

Doch während es Peter (war das „Gesicht“ des Lokals, führte das „Pilsstibbsche“ neben seinem Hauptberuf) und Silvia Löbig (managte die Kneipe insbesondere hinter den Kulissen) demnächst ruhiger angehen lassen können, ist für Alexander Buchholz Schlappmachen nicht drin. Die gemütliche Stube will er in bewährter Manier fortführen, aber auch neue Akzente setzen. „Ich plane zum Beispiel eine Karaoke-Nacht“, sagt er, der am 3. Januar die Eröffnungsparty feierte.

Seine Stärken sieht Buchholz darin, „dass ich schon immer gern mit Menschen gearbeitet habe und mit Gästen verschiedenen Alters gut umgehen kann“. Neben seinem Hauptjob sammelte der Münsterer jahrelang Erfahrung in Bars und Diskotheken. Die Löbigs loben den neuen Betreiber als einsatzfreudig, kreativ („Er macht zum Beispiel tolle Cocktails“) und kommunikativ.

FSV-Biergartens soll im „Minsdere Pilsstibbsche“ in Münster bleiben

Auch auf den Austausch mit Peter Löbig müssen die Gäste im „Minsdere Pilsstibbsche“ künftig nicht ganz verzichten: Er will weiter einzelne Dienste übernehmen. Auch Silvia Löbig bleibt im Boot, vor allem als Köchin des FSV-Biergartens: Den betrieb das „Pilsstibbsche“ 2019 erstmals sozusagen als „Außenposten“ und führt dies in Absprache mit dem Verein auch 2020 fort.

Die Saison bei den „Freien“ eröffnet man in diesem Jahr am 1. Mai. Schon am 18. Januar zeichnet das Team des „Pilsstibbsche“ auf dem Sportgelände für eine Après-Ski-Party verantwortlich. Am 25. Februar, nach dem Dieburger Fastnachtsumzug, mache man das Vereinsheim ebenfalls auf, versprechen Alexander Buchhholz und Silvia Löbig: „Dann gibt’s Schnitzel!“

VON JENS DÖRR

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Quelle: op-online.de

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