Zehnter Ghana-Hilfe-Tag am Samstag

„Nima“-Mitglieder besuchen Projekte in Westafrika

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Die Delegation des „Nima“-Vereins beim Besuch des Junior-Programms in Nima-Accra.

Münster - Offiziell gibt es den Ghana-Hilfe-Verein „Nima“ mit Sitz in Münster seit Anfang 2006. Regelmäßig reisen Vereinsmitglieder in das west- afrikanische Land, um zu helfen und sich zu informieren. Interessierte können sich am kommenden Samstag auch in der Kulturhalle informieren. Dort steigt zum zehnten Mal der Ghana-Hilfe-Tag.

Mit 3.000 Euro an Spenden im Gepäck sind die Münsterer Günter Frey, Stefan Roßkopf, Frank Kraft, Peter Roßkopf, der Darmstädter Bruno Winkel, der Altheimer Thomas Lehr und die Würzburgerin Ulrike Oerter jüngst zu ihrer Reise nach Ghana aufgebrochen. Sie halfen dort bei der Renovierung des „One Love Children’s Home“ in Tuba und besuchten alle „Nima“-Projekte. Farben, Pinsel und andere Materialien waren bereits vor einigen Monaten von Stefan Roßkopf kostenlos zur Verfügung gestellt und mit dem Container vorausgeschickt worden. Alles Weitere hatte die Projektpartner vor Ort besorgt, sodass die Arbeit direkt am Morgen nach der Ankunft in Ghana beginnen konnte.

Natürlich habe es neben der Arbeit auch Abwechslung im Rahmen eines offiziellen Empfangs in der Günter Frey International School und dem Junior-Programm in Nima-Accra gegeben, heißt es in dem Reisebericht. Darüber hinaus ging es in das nahe gelegene Kokrobite, wo sich die Besucher nach getaner Arbeit auf einer Reggae-Party im Big Millys entspannen konnten.

Sehr beeindruckt zeigte sich Bruno Winkel: „Diese Reise nach Ghana hat mir eine neue Sicht auf die Verhältnisse in großen Teilen Afrikas vermittelt. Eine Sicht, die nicht mehr durch Eindrücke auf einer touristischen Expedition gefärbt ist.“ In besonderer Erinnerung ist ihm der Besuch in Tuba geblieben, einem kleinen Städtchen im unmittelbaren Umland der Hauptstadt Accra, wo „Nima“ ein Waisenhaus betreut. 20 Waisenkinder aller Altersstufen wohnen dort.

Obwohl Tuba in einer bevorzugten Region liegt, ist die Wasserversorgung in keiner Weise gesichert. Es gibt eine Wasserleitung, die einen großen Tank befüllt, die aber nur höchst unregelmäßig Wasser führt. „In meiner Zeit vor Ort kam es häufig vor, dass der Tank praktisch leer war. Dauern diese Perioden länger, muss Wasser per Tankwagen zugekauft werden“, berichtet Winkel: „Trotz aller Schwierigkeiten erscheint das Leben in Tuba gut gemeistert zu werden. Die Kinder, die Mitarbeiter von „Nima“ und die Weltwärts-Freiwilligen aus Deutschland, die dort eingesetzt sind, leben auf engem Raum zusammen und kooperieren gut mit einander.“

Auch der Münsterer Peter Roßkopf war angetan von der Reise und den Erlebnissen: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Kinder die Schule und den Kindergarten des Projektpartners in Ghana besuchen.“ Die Klassenräume seien zwar spartanisch ausgestattet, aber das tue der Lernbereitschaft der Schüler keinen Abbruch. „Sehr angenehm empfand ich die Offenheit und Herzlichkeit der Leute in der Einrichtung und speziell Mudas Familie, der Projektverantwortlicher vor Ort.“

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„Tief beeindruckt war ich von der großartigen Aufbauarbeit, welche Günter Frey und mit ihm Nima in Ghana geleistet hat. Die Schule, der Kindergarten und auch das Waisenhaus sind für afrikanische Verhältnisse in einem guten Zustand und werden von motivierten Mitarbeitern betreut“, resümiert der Altheimer Thomas Lehr den Projektbesuch. Für ihn war der Höhepunkt der erste Besuch der Schule. „So viel Freude und Aufgeschlossenheit habe ich vorher noch nie erlebt. Die Herzlichkeit, vor allem der Kinder, ging einem ans Herz.“ Sein Fazit: „Ein tolles Erlebnis mit vielen Eindrücken, welche ich nie mehr missen möchte.“

Wie es von Seiten des „Nima“-Vorstandes um Vorsitzende Anna Zaaki heißt, wurde der Verein bereits mehrfach auf die Teilnahme an den Projektbesuch angesprochen. „Sobald es Planungen für einen neuen, größeren Besuch gibt, werden wir dies frühzeitig kommunizieren, sodass sich Interessenten bei uns melden können, um unsere Bildungsprojekte in Ghana persönlich kennenzulernen“, so Zaaki. (nkö)

Am kommenden Samstag, 14. April, ab 14 Uhr lädt „Nima“ zum mittlerweile zehnten Ghana-Hilfe-Tag in die Münsterer Kulturhalle, Friedrich-Ebert-Straße 73. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Trommel-Workshop und ein ghanaisches Künstlerensemble. Kulinarische Genüsse westafrikanische westafrikansiche Spezialitäten. Bis in die Nacht hinein kann dann auf der Afro-Reggae-Party (ab 19 Uhr) gefeiert und getanzt werden. Der Erlös der Veranstaltung kommt den Projekten in Ghana zugute.

Quelle: op-online.de

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