Fördern und fordern

Musikernachwuchs der Region spielt in Kulturhalle auf

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Die Edith-Stein-Schule aus Darmstadt bot nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen. Während das Orchester spielte, zeigte die Ballett-Gruppe der Schule erstmals bei „Schulen in Hessen musizieren“ tänzerische Einlagen.

Münster - Mehrere hundert Schüler haben in der Kulturhalle Münster ihr musikalisches Können zum Besten gegeben. Mit dabei auch das Orchester der Münsterer Schule auf der Aue sowie zahlreiche Nachwuchs- musiker aus dem benachbarten Rodgau. Von Peter Panknin 

Die Veranstaltungsreihe „Schulen in Hessen musizieren“ ist ein Förderprojekt des Bundesverbands Musikunterricht (BMU), das großzügig vom Hessischen Kultusministerium unterstützt wird und seit 1981 stattfindet. Es ist kein Wettbewerb, wie Reiner Franz vom BMU in seinem Grußwort an die Teilnehmer und Gäste in der Kulturhalle Münster berichtete. Von einer Begegnung der Schulen ist die Rede, von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe.
Instrumental werden Blockflöten, Blechbläser, Big-Bands oder symphonische Gruppierungen von allen Altersstufen mit viel Spielfreude vorgetragen, insgesamt ein solider Fundus an Nachwuchskräften, von denen manche es bis in das Landesjugendsinfonieorchester schaffen. Von dessen Leistungsfähigkeit konnten sich Münsters Musikfreunde beim Neujahrskonzert in der Kulturhalle überzeugen, so Bürgermeister Gerald Frank in seiner Begrüßungsansprache. Ziel ist aber, Freude an der Musik, an das Spielen eines Instrumentes und an der gemeinschaftlichen Erarbeitung von Zielen zu wecken.

Das Orchester der Schule auf der Aue präsentierte unter Leitung von Cornelia Krones unter anderem das „Concerto für Violine und Orchester“ von Ferdinand Küchler mit Emilia Vitale als Solistin.

Initiiert vom früheren Bürgermeister Walter Blank, der ebenfalls unter den Gästen weilte, ist Münster nunmehr zum zwölften Mal einer der Gastgeber für diese Veranstaltung, die laut Reiner Franz „von Arolsen im Norden Hessens bis Münster im Süden an zehn verschiedenen Orten mehr oder weniger gleichzeitig stattfindet“. Cornelia Krones von der Schule auf der Aue ist die für Münster zuständige Regionalkoordinatorin. Sie zeichnet verantwortlich für Organisation und Moderation, was ihr nach Worten von Reiner Franz, „stets ausgezeichnet gelingt“.
Für die Schulleitung richtete Sabine Behling Grußworte an die Anwesenden, bevor das Orchester der Schule auf der Aue als Gastgeber das musikalische Programm eröffnete. Der klassisch gehaltenen Darbietung mit Emilia Vitale als Violin-Solistin folgten fünf weitere Schul-Ensembles mit abwechslungsreichem Musikprogramm. Mozarts „Kleine Nachtmusik“ bliesen die Kleinen der Wilhelm-Busch-Schule aus Jügesheim auf der Blockflöte, während das Juniorkammerorchester der Bischof-Neumann-Schule Königstein unter anderem das Allegro aus dem „Brandenburgischen Konzert Nr. 3“ darbot.

Weniger „klassisch“ kamen die Bläserklasse 6 des Schuldorfs Bergstraße und der Schulchor „Kunterbunt“ der Wendelinusschule Groß-Umstadt daher. Eine gemeinsame Darbietung präsentierte der Chor der Goetheschule Darmstadt mit dem Kammerensemble der Schule auf der Aue. Mitglieder des Fördervereins der Aue-Schule sorgten in der Pause dafür, dass ausreichend Speisen und Getränke zur Verfügung standen.

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Danach spielte kraftvoll das Brass-Orchester der Geschwister-Scholl-Schule Rodgau auf, während das Ensemble der Edith-Stein-Schule Darmstadt mit sachten Klassik-Tönen verwöhnte. „Das hatten wir bisher noch nicht zu sehen bekommen“, so BMU-Vertreter Reiner Franz, als er zunächst im Hintergrund der Bühne die Ballettgruppe der Schule gewahr wurde. Zunächst zwei in traditionellem Schwarz gekleidete, dann zehn Tänzerinnen in leuchtendem Rot erfreuten die Besucher im Saal optisch, während die Hornisten akustisch mit G.F. Händels Allegro aus der „Wassermusik“ verwöhnten.

Brass folgte und brachte mit modernen Klängen die Band der Ziehenschule Frankfurt ins Rampenlicht. Es folgten noch die Ensembles der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach, der Georg-Christoph- Lichtenberg-Schule Ober-Ramstadt sowie der Martin-Luther-Schule Rimbach, bevor Reiner Franz die Teilnehmerurkunden verlieh.

Nun werden Beobachter des BMU, die alle Veranstaltungen in Hessen besucht haben, ein Programm für die Abschlussveranstaltung, die am 25. April im Kurhaus Wiesbaden stattfinden wird, zusammenstellen. Mit diesem Konzert endet die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr.

Quelle: op-online.de

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