Sind wir nicht alle ein bisschen Owi?

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Das Stück über Prinz Owi hat viele Rollen für Musiktheater- und Chor-AGs.

Münster - Das war schon harter, aber lustiger Tobak, den da an zwei Nachmittagen die Zuschauer in der Turnhalle der John-F. -Kennedy-Schule aufgetischt bekamen und der jeweils mit langanhaltendem Beifall honoriert wurde: „Prinz Owi lernt König“. Von Thomas Meier

Ein Musical mit Sprachwitz, schrägen Typen und jeder Menge starker Musik brachten die Arbeitsgemeinschaften Musiktheater und Chor gekonnt auf die Bühne der Schule.

Zugegriffen haben die AG-Leiterinnen Simone Buschmann und Odette Schleger auf eine ungewöhnliche Geschichte. Eine mit einem Hang zur befreiende Albernheit, mit exotischem Schauplätzen und skurrilen und überzeichneten Figuren, die einem trotz aller Abgehobenheit doch irgendwie bekannt vorkommen. Versehen ist das Ganze mit schmissigen Ohrwürmern mit einem breiten Spektrum musikalischer Stile von Jazz, Rap, über Ballade, Volkstanz und Ethno bis Pop.

Alles also ein Stoff, der bei den Kleinen ankommt. Da blieb auch beim Zuschauer kein Auge trocken. Das Prinzenstück spiegelt den täglichen Irrsinn rund ums Erziehen, Pubertieren und Aufwachsen wider. Schließlich: Sind wir nicht alle ein bisschen Owi?

Jeden Monat Weihnachten feiern

Der gleichnamige Prinz in der Geschichte will jeden Monat Weihnachten feiern. Das macht der ganze drollig-verschrobene zunächst Hofstaat mit, auch wenn es alle furchtbar nervt. Da kann Oberschönling Don Antello kaum mehr die Mägde auf Trab halten, und Mama Königin mag auch keine Plastik-Quietsche-Entchen mehr als Geschenk verpacken. Es muss sich was ändern: Prinz Owi soll endlich König lernen! Aber wo?

„Reisen bildet!“ denkt sich die rasch einberufene Adelskonferenz und der Hof beschließt, eine Bildungsreise mit Kamel nach Arabien zu unternehmen. Also nur noch die Krone nebst königlichem Nachwuchs einpacken. Doch unterwegs im fernen Osten sorgen ein Paradiesvogel und ein Sternschnüppchen für turbulente Begegnungen...

Gesang, Tanzrollen, Sprecherollen

Die Prinzenstory ist eine für Kinderchor mit einem Dutzend Rollen mit Solo-Gesang und Dialogtext, welchen mit Gesang ohne Dialog, Tanzrollen, Sprecherollen – kurz, für jeden AG-Teilnehmer war was dabei.

Dass den Kindern solchen Stoff zu mimen Spaß bereitete, war allen Akteuren anzusehen. Einem jeden schien seine Prinzenrolle auf den Leib geschneidert. Und so nahm es kein Wunder, dass auch das Publikum jeweils von den rund eineinhalbstündigen Auftritten begeistert war.

Quelle: op-online.de

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