Musikalischer Bund wird größer

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Die Schule am Amorbach, erstmals beim Verbundkonzert in Münster dabei, präsentierte sich orientalisch.

Münster - Derzeit gibt es in Münster, Altheim und Eppertshausen vier Schulen, doch nach den Sommerferien kommt auch die Schule am Amorbach aus Klein-Umstadt dazu. Und alle haben eines gemeinsam: Es wird gerne musiziert, gesungen und getanzt. Von Jasmin Frank

Was die Kinder mit ihren Lehrkräften dabei im Laufe des Schuljahres erarbeiten, wird einmal im Jahr beim Verbundkonzert der Schulen gezeigt, damit sich die Eltern einen Überblick verschaffen und ihre Sprösslinge ausgiebig bewundern können. Am Donnerstag war es wieder soweit, Bürgermeister Walter Blank hatte die Kulturhalle für das musikalische Treffen geöffnet und freute sich über die vielen kleinen Musikanten.

Den Auftakt des Reigens machte die Schule auf der Aue mit der Fachleiterin Musik, Cornelia Krones, und der neuen Kammermusikgruppe, deren Besetzung sich jahrgangsübergreifend zusammensetzt. Im Anschluss ging es mit dem Nachwuchsorchester schwungvoll weiter: „Over the Rainbow“ und „Midnight Tango“ standen auf dem Programm, gefolgt von einer Uraufführung der „Hymne an Pegasus“, das eigens von dem Darmstädter Komponisten Ulrich Pietsch für die Schule geschrieben worden war.

Geschichte der Schüler vertont

„Die Klasse 7Gd hatte Anfang des Schuljahres die Alte Oper in Frankfurt durchgenommen und die Geschichte und das Programm hat sie so begeistert, dass sie dazu eine Geschichte geschrieben hat, wofür dann das Stück komponiert wurde“, erzählte Krones, die sich sichtlich über die Begeisterung ihrer Schüler für die Musik freute.

Die waren besonders stolz darauf, dass Pietsch bei der Uraufführung persönlich anwesend war. „Es ist für uns wirklich eine Ehre, dass der Komponist gekommen ist, um uns zuzuhören. Durch die Geschichte, die wir geschrieben haben, konnten wir auch den Bildhauer des Pegasus, Georg Hüter, treffen, was für uns alle wirklich ein tolles Erlebnis war“, erinnert sich der 13-jährige Paul Galli, der im Orchester Geige spielt.

Doch auch die anderen Schulen haben sich so einiges einfallen lassen, um die Zuhörer zu begeistern: Die Regenbogenschule hatte die Chor-AG unter der Leitung von Angela Müth und Julia Häfner abgesandt, die einmal mit der Boomhawker-AG „Hakuna matata“ und dann mit der Rock-Band „Der Löwe schläft heut Nacht“ aufführte.

Orientalischer Bauchtanz

Der Neuzugang beim Konzert, die Schule am Amorbach präsentierte sich mit drei Bauchtänzen der Tanz-AG ganz orientalisch und beeindruckte mit wundervollen Kostümen aus Tausendundeinernacht.

Nach der Pause, in denen die Fördervereine der Schulen bestens für das leibliche Wohl der Gäste sorgten, zeigte die Stephan-Gruber-Schule ihr Können: Roman Möllers und Corinna Lang hatten mit den Kindern der ersten Klassen „Das Zirkusorchester hat Probe“ und den „Tanz der wilden Pferde“ einstudiert, wobei sich die Vierbeiner dabei auf der Bühne kurz zum Schlafen hinlegen durften. Die beiden vierten Klassen nahmen das Publikum auf eine musikalische Weltreise mit, die von China bis nach Ungarn führt.

Den Abschluss des musikalischen Abends machte die John-F.-Kennedy-Schule unter der Leitung von Simone Buschmann und Odette Schleger.

Musikalische Vielseitigkeit

Nach dem mitreißenden Schullied, bei dem alle Zuschauer kräftig mitklatschten, präsentierten sie ein Stück aus dem diesjährigen Musical der Musiktheater-AG, das „Lied des Trödlers“, das von den beiden kleinen Solokünstlern Alissia Pertosa und Niklas Lenz gelungen vorgetragen wurde.

Schließlich wurden zwei afrikanische Lieder gesungen, bevor alle Schüler gemeinsam ein Abschlusslied intonierten und die engagierten Lehrer ihren wohlverdienten Dank auf der Bühne erhielten.

Auch wenn das Konzert bis in den Abend hinein gedauert hatte, waren sich doch alle Beteiligten einig: Die Veranstaltung zeigt nicht nur die musikalische Vielseitigkeit der fünf Schulen, sondern führt diese auch enger zueinander.

Quelle: op-online.de

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