Musikverein geht in die Schule

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Die AG „Video-Clip-Show-Dance“ zeigte ihr Können und erntete dafür viel Applaus.

Münster ‐ Musik lag in der Luft, am Tag der offenen Tür in der Schule auf der Aue. Die musischen Töne kamen am Freitagnachmittag jedoch nicht nur vom Nachwuchsorchester, von den Musikklassen und der Schulband, sondern erstmals auch vom Jugendorchester des Musikvereins. Von Jasmin Frank

„Wir unterzeichnen heute einen Kooperationsvertrag zwischen dem hiesigen Verein und unserer Schule, damit wir unseren Schulschwerpunkt Musik noch breiter aufstellen können“, informierte Schulleiterin Sabine Behling-Schmidt. Damit wird das Spektrum der Schule erweitert: Standen bisher hauptsächlich Streicher und Querflöten im Fokus, rücken nun die Blasinstrumente nach: Saxophone, Trompeten, Posaunen und Tuben werden das Orchester erweitern und können von nun an auch in den Musikklassen erlernt werden.

„Das ist insbesondere für die neuen Fünftklässler wichtig, denn das Projekt wurde erst in den letzten Tagen beschlossen, so dass wir es auf den Elterninformationsabenden noch nicht vorstellen können. Wer sein Kind nun doch noch in einer Musikklasse anmelden möchte, das entsprechende Formular aber schon abgegeben hat, kann sich nun ganz formlos an die Schule wenden“, erläuterte die Leiterin der Eingangsstufe, Christel Winkelmann.

Im Chemiesaal knallt es laut

Auch der Musikverein ist begeistert von der Zusammenarbeit, und der Vorsitzende, Hubert Grießmann, erhellte bei einer musikalischen Kostprobe seines Jugendorchesters die Hintergründe: „Wir als Verein müssen ja davon ausgehen, dass früher oder später die Ganztagsschule kommt. Schon jetzt sind die Kinder nachmittags stark durch die Schule gebunden, das wird dann noch zunehmen, so dass den Heranwachsenden kaum Zeit für Nachmittagsaktivitäten bleibt. Weil wir als Verein zukunftsorientiert sind, haben wir den Schritt in die Schule hinein gewagt und sind mit offenen Armen empfangen worden.“

Unterschrieben den Vertrag: Vereinsvorsitzender Hubert Grießmann, Schulleiterin Sabine Behling-Schmidt (beide vorne), Dirigent Matthias Jäger und Musiklehrerin Cornelia Krones.

Doch während des Tages der offenen Tür geht es nicht nur harmonisch nach der Notenlehrer zu: Im Chemiesaal knallt es laut nach den Gesetzen der Chemie, so dass es im ganzen Gebäude zu hören ist. „Wir haben einen Luftballon mit Wasserstoff gefüllt und gezündet“, fasst Lehrerin Kerstin Braun ganz unspektakulär zusammen. Weniger geräuschvoll, dafür ein optisches Highlight ist der nächste Versuch. „Wir schicken ein Gummibärchen in die Hölle“, lacht die Pädagogin. Dann dürfen ihre beiden fleißigen Schüler Alessandro und Jacqueline Kaliumchlorat erhitzen und, sobald die Substanz flüssig geworden ist, eine Süßigkeit hinein geben – was zu hellem Leuchten und starkem Rauch führt.

Am Nachmittag noch ins Theater

„So macht Schule richtig Spaß“, befinden die zahlreichen Kinder, die den Experimenten gebannt zuschauen und auch die anwesenden Eltern stimmen begeistert zu. Während in den naturwissenschaftlichen Räumen noch intensiv gearbeitet wird, hat sich im Flur schon eine Menschentraube gebildet: Die AG „Video-Clip-Show-Dance“ zeigt ihr Können, und die Hip-Hop-Musik kombiniert mit der gekonnten Tanzdarbietung sorgt beim Publikum für viel Furore.

So vielfältig die Initiativen der Schule, so breit gefächert war auch das Programm, und wer seine Lateinkenntnisse aufbessern wollte, konnte an dem Nachmittag zudem noch ins Theater gehen – das von den Schülern selbstverständlich auf Latein aufgeführt wurde.

Quelle: op-online.de

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