Den Vögeln Konkurrenz gemacht

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Für drei Jahre Mitgliedschaft ehrte Vorsitzende Erika Matheis (hinten) sieben Schüler.

Münster - Lädt der Musikverein zu „Music and Coffee“ ins Foyer der Kulturhalle, darf sich der Vereinsnachwuchs präsentieren: „Dann kommt vor allem unser Vororchester zum Zug. Von Michael Just

Das hat wie das Jugendorchester oder das Hauptorchester noch keine großen öffentlichen Auftritte“, erläutert Pressesprecherin Alena Bell. Bei Music and Coffee besteht die Möglichkeit, das Erlernte vor den Eltern zu zeigen. Wer sich traut, darf mit einem Solo auf die Bühne. Um dem Nachmittag einen letzten Schliff zu geben, bereichert auch ein Großteil des Jugendorchesters und daraus stammende Solisten die Veranstaltung.

Los ging es jetzt mit der Flötengruppe, die traditionell den Einstieg für die Allerkleinsten in den Musikverein darstellt. Ihnen nimmt sich schon seit vielen Jahren Gertraud Gonne an. „Damit gehört sie zum Inventar des Vereins“, lobte Vorsitzende Erika Matheis, die den Nachmittag moderierte. Die derzeitigen Blockflötenkinder sind seit einem Dreivierteljahr zusammen. Wie ein kleines Mädchen mit dem Mikrofon ankündigte, stand der erste Auftritt der Gruppe an, weshalb alle dementsprechend aufgeregt waren. Bei den drei Stücken, die die zehn Kinder in petto hatten, war davon aber nichts zu spüren. „Ihr habt den Vögeln Konkurrenz gemacht“, lobte Matheis anerkennend mit Blick auf deren Stück „Alle Vögel sind schon da“.

Nicht immer gingen die Präsentationen ohne Aufregung ab: Einmal konnte eine junge Solistin wegen zu großem Lampenfieber nicht auf die Bühne. Abgeklärt zeigten sich dagegen Sarah Heinrichs und Daniel Braun auf ihren Querflöten. Im Jugendorchester haben sie schon reichlich Erfahrung gesammelt. Ihnen stand Tale Ketelsen, die mit ihrer Klarinette erst seit einem Monat dabei ist, in nichts nach. Rhythmus und Klangvielfalt brachten im ersten Teil das Vororchester und im zweiten Teil das Jugendorchester ins Foyer. Die Leitung hatte Poitr Konczewski. Der Dirigent des Hauptorchesters des Musikvereins engagiert sich auch im Jugendbereich, um zu wissen, mit welchen Talenten er rechnen kann.

Eine akustische Besonderheit war im zweiten Teil Lukas Reiß am Schlagzeug. Die Solistinnen Alena Bell und Judith Schneider demonstrierten auf ihren Querflöten dem Nachwuchs, wohin man musikalisch kommen kann, wenn man dem Verein treu bleibt und fleißig übt.

Treue Mitglieder rückten auch bei den zwei Ehrungsblöcken in den Mittelpunkt. Bei den Jüngsten wird als Motivationsschub schon ab drei Jahren geehrt. Hier konnten sich Amelie Cooper, Anna Engelstädter, Marieke Euler, Sarah Grumptmann, Moritz Hinze, Leon Hoppe, Michael Kelsch, Rena Ketelsen, Luca Pekar, Charlotte Sebastian und Marius Knöll über Urkunde und Geschenk freuen. Seit fünf Jahren sind Jonas Depner, Alexander Dreimann, Mareike Sophie Murmann, Simon Neidig, Franziska Ott, Judith Schneider und Niklas Wildhirt dabei.

Der zweite Block beinhaltete die Ehrungen für zehn- bis 60-jährige Mitgliedschaften. Für zehn Jahre wird zusätzlich von der Bundesvereinigung deutscher Musikverbände geehrt. Dies betraf Marcel Graf, Felix Huther, Lars Schneider , Meike Schnorbach und Harald Stubba. Für 20 Jahre Tätigkeit im Verein rief Erika Matheis Nadine Heckwolf und Niko Löbig nach vorne. 25 Jahre passiv sind Britta Eller und Viola Wertge dabei.

Mit 60 Jahren (passiv) besaß Friedrich Jakob Roßkopf die längste Mitgliedschaft aller Geehrten.

Quelle: op-online.de

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