Abend beginnt mit einer Fiesta

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Das Jugendorchester unter der Leitung von Mathias Jäger musizierte in der ersten Hälfte.

Münster - Jürgen K. Groh hatte die richtige Begrüßung gewählt: Mit einem herzlichen „Buenas noches!“ hieß der Moderator des festlichen Konzerts des Musikvereins 1914 Münster am Samstagabend 400 Zuschauer – eigentlich in erster Linie Zuhörer – in der Kulturhalle willkommen. Von Jens Dörr

Die ersten Worte auf der liebevoll dekorierten Bühne wurden dem Motto des Abends damit ebenso gerecht wie die Musikauswahl: Der Musikverein hatte für das diesjährige Programm den Schwerpunkt Spanien gewählt. Rund 100 Musiker brachten dabei das Jugendorchester und das Große Orchester des Vereins auf die Bühne. Die erste Hälfte war dem Jugendorchester unter der Leitung von Mathias Jäger vorbehalten: Mit der „Fiesta de la costa“ von Luc Gistel nahm der Abend schwungvoll Anlauf.

Danach stand ein Instrument im Blickpunkt, das bei Nachwuchsmusikern gewiss nicht die allererste Wahl ist - und seine Spieler in Orchestern umso begehrter macht. Das „Tuba concerto espanol“ schrieb Komponist Kurt Gäble mit der Absicht, die oft nur im Hintergrund wirkende Tuba einmal in den Vordergrund zu stellen.

Dass die Tuba durchaus für Solopassagen taugt, unterstrich Christoph Bell, der sich diesem Instrument seit sechs Jahren widmet. Auch der anspruchsvolle Transport seines „Werkzeugs“ könne Bell nicht von der Leidenschaft für die Tuba abhalten, kündigte Groh augenzwinkernd an – wie er überhaupt den Abend kurzweilig zu moderieren verstand.

Insgesamt rund dreistündiger Abend

Mit den „Montanas del fuego“, „The mask of Zorro“ und „Spanish Fever“ trug das Jugendorchester die Besucher dann in die Pause des insgesamt rund dreistündigen Abends. Im Foyer wartete unter anderem die Paella, das bekannte spanische Reisgericht, auf Hungrige. Neben den Bühnenaktiven sorgten auch bei der Verkostung und Vorbereitung viele Vereinsmitglieder für den Ablauf des Abends.

Die Kulturhallenbühne kam den Besuchern im Wortsinne spanisch vor.

Dass der musikalisch gelang, hing vielleicht auch mit der nicht ganz runden Generalprobe zusammen, die zumindest Pressesprecherin Alina Dollheimer am Abend vorher wahrgenommen hatte. Denn man weiß ja, was man über das Verhältnis von Generalproben und Auftritten sagt.

Unbeeindruckt spielte das Große Orchester nach der Pause unter der Leitung von Piotr Konczewski zunächst Höhepunkte aus „Carmen“, ehe der „Bolero“, „Alcazar“ und „Happy Spain“ folgten. Das Zusammenspiel drang nicht nur in die Ohren von Münsters Bürgermeister Walter Blank, sondern auch in jene von Horst Sassik: Der Präsident des Hessischen Musikverbands hatte sich den Besuch des Jahreshöhepunkts und gleichzeitig -abschlusses des Musikvereins 1914 ebenfalls nicht nehmen lassen.

Quelle: op-online.de

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