Überwinterungsquartier für Kleintiere

Eine Unterkunft für Igel

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Die Münsterer Konfirmanden schichten Schnittgut für das Igel-Versteck auf.

Altheim - Zum Erhalt einer Streuobstwiese in der Nähe des Altheimer Weißstorchhorstes, im Landschaftsschutzgebiet unweit vom Spargelhof Fieres im Landschaftsschutzgebiet „Auf dem Sand“ gelegen, haben Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Münster eine mächtige Hecke zurückgeschnitten.

Das Schnittgut soll geschreddert werden und für andere pflegerische Maßnahmen zur Verfügung stehen. Ein Teil des Schnittgutes jedoch findet eine andere Verwendung. Zusammen mit einer Gruppe, bestehend aus Konfirmandinnen und Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Münster, haben Pfarrer Christoph Sames mit Matthias Kisling, zweiter Vorsitzender der Ortsgruppe Münster des Naturschutzbundes, vereinbart, ein Versteck und Überwinterungsquartier für Igel, Amphibien und anderes Kleingetier zu errichten.

Während Albert Schneider, Rudi Heckwolf und Sigi Treuer als aktive Mitglieder des Nabu weiteres Schnittgut zur Schredderung aufschichteten, haben drei Konfirmandinnen und ein Konfirmand Schnittgut für den Bau des tierischen Verstecks zusammengetragen. Trotz einer höheren Zahl von Voranmeldungen sind, wohl bedingt durch die Witterungsbedingungen, immerhin vier Teilnehmer gekommen. Belohnt wurden sie durch vom Nabu bereitgestellte Getränke und selbstgebackene Kuchen, die in einer kurzen Pause eingenommen werden konnten.

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Pfarrer Sames erläuterte in der Zeit den Zusammenhang zwischen Naturschutz und Kirche. Der Titel der gemeinsamen Aktion von Nabu und evangelischer Kirche in Münster lautet „Schöpfung bewahren“ und ist ein religiös orientiertes Motto, das seit den 1980er Jahren in die Zielvorstellungen zahlreicher christlicher Friedens- und Umweltinitiativen Eingang gefunden hat. Zu dem Motto gehören auch die Stichworte „Frieden“ und „Gerechtigkeit“, die alle zusammen vom Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007) als gemeinsame Grundlage aller Religionen dieser Welt bezeichnet werden. Der Bau des Quartiers zur Überwinterung für Kleintiere ist nunmehr nur eine, aber dafür handfeste und aktive Handlung zur praktischen Umsetzung zum Gedanken „Schöpfung bewahren“, an der alle Teilnehmer ihren Spaß hatten.

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Quelle: op-online.de

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