Hunde sollten zuhause bleiben

Nabu lädt zum Knigge-Rundgang

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Die Naturschützer und die Gemeinde haben so ihre Last mit manchem Bürger, der sich nicht an Regeln in Feld und Flur zu halten vermag. Einem Natur-Knigge, aufgelegt im vergangenen Jahr, folgt nun ein Benimm-Rundgang. Vor allem die Nutzung von Hundekotbeutel-Haltern (links einer in Altheim) und das Verhalten in Grünanlagen (oben im Bürgerpark Münster) werden angesprochen.

Münster - Die Naturschützer nennen es „Natur-Knigge“: Der Naturschutzbund Münster lädt aus gegebenem Anlass mitten in der Brut- und Setzzeit zum Info-Rundgang durch die Gemarkung ein.

Im vergangenen Jahr haben die Gemeinde Münster, der Naturschutzbund (Nabu) die örtlichen Landwirte und die Jäger gemeinsam einen „Feld- und Flur-Knigge“ mit Tipps zum richtigen Verhalten in der Natur herausgegeben. In der Broschüre wird geschildert, warum es gerade jetzt in der Brut- und Setzzeit so wichtig ist, Hunde an der Leine zu führen, warum „Stöckchen werfen“ eine Gefahr für die Landwirtschaft darstellen kann und wie Hundekot richtig zu entsorgen ist, damit er nicht auf Gehwegen und Gemüsefeldern landet.

Die leidvolle Erfahrung zeigt aber, dass viele Spaziergänger und Hundebesitzer diese Spielregeln nicht beherzigen – oder schlichtweg einfach nicht kennen. Das kann auch Tatjana Maier, bei der Gemeinde Münster unter anderem für Grünanlagen zuständig, bestätigen: „Die Hundekotbeutel werden häufig zwar genutzt – landen dann aber gefüllt auf dem Weg oder im Feld.“ Die Anregung des NABU, mehr Behälter für Hundekotbeutel aufzustellen, wurde aufgenommen und wird derzeit geprüft. Mehr Behälter allein werden das Problem wohl aber nicht beheben: Aufklärung ist das A und O.

Genau das soll jetzt eine kleine Exkursion leisten, die Jürgen Marder von der Nabu-Ortsgruppe Münster organisiert hat. Dazu sind speziell Hundehalter, aber auch alle anderen Interessierten eingeladen. Der Spaziergang führt rund zwei Stunden durch einen Teil der Naturschutzgebiete und soll den Teilnehmern hautnah zeigen, wie wichtig rücksichtsvolles Verhalten in der Natur ist.

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„Durch die Schaffung von Feuchtgebieten und Teichen haben wir vielen Wasser- und Greifvögeln sowie Störchen eine Heimat geschaffen. Schutzgebiet bedeutet schützen. Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten“, betont Marder. Und beim Rundgang haben die Teilnehmer dann auch die Gelegenheit, den Landwirten und Jägern Fragen zu stellen, die sie beschäftigen.

Bei den angefragten Hundeschulen habe Marder mit seiner Idee „offene Türen eingerannt“, wie er schildert. Interesse an der Thematik ist also da. Marder hofft daher auf eine rege Teilnahme an der kostenlosen Veranstaltung. Die Exkursion zum „Feld- und Flur-Knigge“ beginnt am Samstag, 29. April, um 13 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz am Altheimer Bahnhof. Hundehalter sollten ihre Tiere nach Möglichkeit zu diesem Termin zu Hause lassen, rät Marder. (tm)

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Quelle: op-online.de

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