Närrisches Virus tobt im Feuerwehrhaus

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Zottig, frech, spritzig: das Antiprinzenpaar der FFW Münster alias Stefan Schneider und Stefan Hebeling.

Münster (ula) ‐ Retten, bergen, löschen – tanzen und Possen reißen? Bei der Feuerwehr Münster gehört der Einsatz als Fastnachter fast schon zum Anforderungsprofil der Kameraden.

Neben ihren originären Aufgaben als Feuerwehrleute gehen sie in der fünften Jahreszeit als Büttenstars, Showtänzer oder Models auf die Bühne. Bereits zum 30. Mal lud die Feuerwehr zu ihrer Kappensitzung – lediglich im Vorjahr musste wegen des Umbaus im Feuerwehrhaus das närrische Stelldichein abgeblasen werden. Da ein Elferrat personell nicht zu stemmen war, hoben Josef Haus, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, Horst Grimm und Stefan Schneider kurzerhand den „Dreierrat“ aus der Taufe. Von der kleinen Bühne moderierte das närrische Trio locker flockig.

Die Strapazen, die wegen großer Einsätze (unter anderem einem großer Brand in der Dieburger Altstadt) vorige Woche viel Kraft forderten, waren bei den Akteuren wie weggeblasen. Gesangsvorträge, Büttenreden und Zwiegespräche, besonders auch der Auftritt des hauseigenen Regentenpaares (Stefan Hebeling und Stefan Schneider als Minsterer Prinzenpaar) sorgten für viele Lacher.

Einsatzkräfte, Vereinsaktive und Feuerwehrfrauen wurden bei ihrem närrischen Bühnenprogramm freilich unterstützt. Showtänze der Doaschde Dancers (FSV Münster) sowie das Kinderballett des MGV Altheim und die Hinnergasse Buwe bereicherten das knapp dreistündige Programm im voll besetzten Saal. Da das närrische Virus jedoch bereits seit drei Jahrzehnten im Feuerwehrhaus tobt, kann der Dreierrat auf eine eigene Showtanzgruppe zurückgreifen: die Aerobicgruppe der Freiwilligen Feuerwehr begeisterte diesmal als schneidige Piraten.

Zu guter Letzt präsentierten die Aktiven auf dem „Minsterer Catwalk“ eine Modenschau. Nur ein aufmerksames Trüppchen von Kameraden hatte stets die Sinne auf die Sirene gerichtet – im Ernstfall wäre die Einsatztruppe ausgerückt. Dies sei leider auch schon vorgekommen, so Pressesprecher Oliver Holzbauer, der vor drei Jahren im Sträflingskostüm ausrückte.

Quelle: op-online.de

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