Natur als Lehrmeister

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Auf großes Interesse stieß das Konzept der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung zur Umgestaltung des Gartengeländes am Haus der Kinder.

Münster ‐ „Die Natur ist der beste Lehrmeister für eure Kinder“, sagte der Leiter der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS) Roland Seeger im Sitzungssaal des Rathauses zu rund 40 anwesenden Eltern und Erzieherinnen. Von Ellen Jöckel

Zum aktuellen Projekt in der Gemeinde-Kindertagesstätte „Haus der Kinder“ in der Stettiner Straße erläuterte Seeger, wie naturnahe Spiel- und Erlebnisräume zu Orten des Lernens werden können. Das Planungsbüro der FFS hatte bereits die Umgestaltung der Außengelände der Münsterer Kindergärten „Im Rüssel“ und „Im Rückert“ sowie den Entwurf für den Spielplatz im Inselviertel übernommen.

Gemeinsam mit den Erziehern sowie Vertretern der Gemeinde und des Bauhofs wurde ein Plan entworfen, mit dem das Außengelände am „Haus der Kinder“ in ruhebetonte, multifunktionale, bewegungsaktive und experimentelle Spielzonen umgestaltet wird. In seinem engagierten Vortrag, bei dem Seeger immer wieder die Zuhörer dazu aufforderte, sich in die Kinder hineinzudenken, stellte der Erziehungswissenschaftler und Psychologe den Eltern das Konzept vor.

Dschungelgarten mit Niedrigseilgarten

Nahe der Küche wird eine Kräuterspirale mit Laubengang und Hochbeeten angelegt. Zwei Türme eines vorhandenen Kletterobjekts werden zu Baumhäusern umfunktioniert, indem sie unter Baumkronen gestellt werden. Sozialkompetenz erlangen die Kleinen durch das Gruppen-Schaukeln in einer Hängematte.

Eine üppige Bepflanzung verwandelt einen Teil des Geländes in einen Dschungelgarten, der von einem Niedrigseilgarten durchkreuzt wird. In einem mit Hainbuchenhecken eingefasster Bauspielbereich können die Kinder eigene „Buden“ bauen. Ein Kletterfelsen und eine Kletterwand bieten weitere Bewegungsmöglichkeiten.

Mehr Infos über die Arbeit der Forschungsstelle gibt es auf der Internetseite der Forschungsstelle.

Am Ende des Vortrags ging es vor allem darum, die Eltern zu motivieren, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. An zwei Terminen (29./30. Oktober und 5./6. November) werden neben dem Bauleiter der FFS und den Mitarbeitern des Bauhofs viele Freiwillige benötigt, damit der 112 000 Euro teure Erlebnisgarten nicht nur eine Wunschvorstellung bleibt.

Quelle: op-online.de

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