Netzwerk auf Kennenlerntour

+
Die Gewerbetreibenden fanden die anschauliche Führung von Rolf Schaadt durch dessen Betrieb sehr spannend.

Münster - Sowohl in Eppertshausen als auch in Münster gibt es einige interessante Unternehmen, die Produkte herstellen oder Dienstleistungen übernehmen, die vielen Einwohnern auf den ersten Blick gar nicht bekannt sind. Von Jasmin Frank

Ein solcher Betrieb ist auch die Firma Teknihall. Zumeist wissen die Kunden gar nicht, dass sie mit ihr in Kontakt sind. Denn das Call-Center ist für Reklamationen verschiedener Technikhersteller, Discounter und Elektrofachmärkte zuständig, die in ganz Deutschland ihren Firmensitz haben. Zudem wird in dem Münsterer Betrieb auch defekte Ware angenommen und repariert.

Grund genug, dort die erste Betriebsbesichtigung in der Reihe der Netzwerk- und Informationsabende „Unternehmen – Handel - Kommunen“ zu unternehmen. Der Einladung der beiden Kommunen waren an die 30 Gewerbetreibende gefolgt, die den Austausch mit den Gemeinden und mit ihren Kollegen suchen. „Ich bin heute Abend hier, weil ich das Angebot der Kommunen gut finde, etwas für die Geschäftsleute auf die Beine zu stellen. Ich kenne das Unternehmen hier zwar noch nicht, bin aber gespannt, was ich alles erfahren werde“, meinte Straßenbauermeister Peter Rudolph. Er hörte sich gemeinsam mit den anderen Besuchern den interessanten Vortrag von Rolf Schaadt, Geschäftsführer von Teknihall, über die verschiedenen Standbeine des Unternehmens an, zu denen auch der Webshop www.all4me24.de gehört. Über 70 Mitarbeiter hat der Betrieb vor Ort, hinzu kommen 20 Angestellte in der Tochterfirma in Belgien, Teknihall bildet auch aus, sei es als Bürokauffrau, Informationselektroniker oder Fachlagerist.

Aufschlussreichen Tour durch den Betrieb

„Für mich ist die Firma ein richtiger Vorzeigebetrieb, denn gerade in diesem Bereich ist es oft gar nicht so leicht, zu bestehen“, meinte Dr. Iris Allmendinger von der Handwerkskammer, die auch das Engagement der beiden initiativen Gemeinden lobte. Bei der Betriebsbesichtigung wurde deutlich, wie breit das Unternehmen aufgestellt ist: Repariert wird hier fast alles, vom Computer und Fernsehgerät über den Toaster und die Nähmaschine bis hin zum Fahrrad. Für jeden Call-Center-Agenten greifbar sind die Produkte aufgestellt, damit die Berater die Geräte auch in die Hand nehmen und die Problematik genau nachvollziehen und erläutern können.

Neben telefonischer Betreuung und der Reparatur oder dem Austausch defekter Geräte, die übrigens schon 48 Stunden nach Eingang wieder an den Kunden zurückgesandt werden, spielt auch das sogenannte „Refurbishment“ eine immer größere Rolle: Die Aufbereitung von Retouren zur Gewinnung von wiederverkaufsfähiger Ware. „Jeder Kunde hat ja die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen sein Produkt zurückzugeben, auch wenn es voll funktionsfähig ist. Diese Geräte sind dann durchaus noch einsetzbar und dienen uns auch als Serviceware. Ist doch mal etwas nicht mehr verwendbar, nutzen wir es als Ersatzteillager“, informierte Schaadt.

Nach der aufschlussreichen Tour durch den Betrieb konnten die Gewerbetreibenden und die Gemeindemitarbeiter noch in gemütlicher Runde zusammensitzen und sich über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Ob in Zukunft wieder Vorträge, Besichtigungen oder aber einfach ein Brunch abgehalten werden soll, steht derzeit via Internet auf www.unser-gewerbeportal.de zur Abstimmung parat.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare