Neue Fassade für Gersprenzhalle

+
Die Gersprenzhalle hat eine Sanierung dringend nötig. Die Arbeiten sollen Schulsport und Vereinsleben möglichst wenig einschränken.

Münster ‐ Sie ist reichlich mitgenommen. Kein Wunder, seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert ertüchtigen die Münsterer Schüler in der Gersprenzhalle ihre Leiber. Zahllose Veranstaltungen hat sie empfangen. Dem Vereinssport gibt sie ebenfalls ein Heim. Von Jenny Westphal

Und nun ist sie ausgelaugt und benötigt dringend einer Erholungskur. Die werden ihr Kommune und Kreis Darmstadt-Dieburg als gemeinsame Träger endlich verpassen. Rund 1,4 Millionen Euro stecken Kreis und Gemeinde in die Sanierung der Gersprenzhalle. „Die Halle wird energetisch und brandschutztechnisch saniert und in ihrer Funktionalität neu gestaltet werden“, erläutert Jutta Janzen, Pressesprecherin des Landkreises. Die Liste der anstehenden Arbeiten ist lang: Die Dachhaut wird erneuert, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Foyers installiert, die Blechfassade wird einschließlich Dämmung ausgetauscht, ebenfalls ausgewechselt werden zwei Drittel der Pfosten-Riegelfassade. Das sind nur die Arbeiten, die für die Dämmung und die energetische Optimierung notwendig sind. Der Startschuss für die Generalüberholung der Fassade fällt zu Beginn der dritten Februarwoche, so Janzen.

Gemeinde stieg vor 25 Jahren ein

Die Zügel behält der Landkreis während der kompletten Sanierung allein in seiner Hand. Mit Einverständnis der Gemeinde. Die geteilten Eigentumsverhältnisse liegen in der Geschichte der Gersprenzhalle begründet. Als die Schule auf der Aue vor 25 Jahren neu gebaut wurde, stieg die Gemeinde mit ins Boot. Üblicherweise gehört zu einer Schule auch eine Sporthalle, für die dem Kreis damals das Geld fehlte, wie sich Münsters Bürgermeister Walter Blank (CDU) erinnert. „Die Kommune wiederum hat Platz für ihre Vereine gesucht“, erzählt Blank. Also bauten Kreis und Kommune gemeinsam und nutzen bis heute einträchtig die Halle. Die Belegung außerhalb der Schulzeiten obliegt der Gemeinde. „Die Halle ist voll ausgelastet. Sie wird wirklich rege genutzt“, ergänzt der Bürgermeister.

Die Gersprenzhalle hat eine Sanierung dringend nötig. Die Arbeiten sollen Schulsport und Vereinsleben möglichst wenig einschränken.

Darauf wird bei der Sanierung Rücksicht genommen. „Während der Arbeiten an der Außenhülle des Gebäudes kann die Halle im derzeit gewohnten Umfang genutzt werden“, sagt Jutta Janzen. Bis zur dritten Juliwoche sollen sie abgeschlossen sein.
Da sind aber nur ein Teil der anstehenden Sanierungsmaßnahmen. „Derzeit wird noch Brandschutzkonzept für die Halle erarbeitet, das steht kurz vor dem Abschluss“, erklärt die Pressesprecherin des Landkreises. Dazu muss dann der Kreisbrandinspektor seinen Segen geben, ehe die Bauarbeiten zur sogenannten brandschutztechnischen Ertüchtigung im Innern des Gebäudes beginnen können. Mitte April soll dies soweit sein, ist dem eng gestrickten Zeitplan zu entnehmen. „Sämtliche Bauarbeiten sollen bis Anfang Dezember abgeschlossen sein“, erläutert Janzen. Aus gutem Grund: Damit die Gemeinde seinen Teil aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes abschöpfen kann, müssen die Arbeiten bis zum 31. Dezember abgerechnet sein, wie die Pressesprecherin ergänzt. 600.000 Euro der Gesamtkosten trägt die Kommune, 400.000 Euro davon sollen aus dem Fördertopf des Bundes kommen. Trotz des engen zeitlichen Korsetts will der Kreis die Halle nicht komplett sperren. „Größere Arbeiten werden in die Sommerferien gelegt, so dass es hier nicht zu Störungen kommen wird“, sagt Janzen. Auch die Nutzung der Halle für Veranstaltungen soll lediglich eingeschränkt werden.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare