Neue Hütten braucht das Tierheim

Zwei neue Hundehütten für kleinere Hunde gibt´s schon, für die Großen fehlen noch passende und winterfeste Boxen.

Münster ‐ Das Kreistierheim Münster, seit 15. Dezember vergangenen Jahres unter neuer Führung, ist im Umbruch. Nach Anlaufschwierigkeiten kommt unter Regie der neuen Leiterin Anja Peters und des Vorstandes des neuen Betreibervereins „Kreistierheim in Münster“ neuer Schwung in die Institution. Von Thomas Meier

Seit schon über 36 Jahren besteht das Tierheim als Zusammenschluss aus 13 Städten und Gemeinden an der Munastraße. In den vergangenen Jahren ist dort einiges an unerledigter Arbeit aufgelaufen.

Dass das Betreiben eines Tierheimes nicht nur die Betreuung und Verpflegung von Tieren bedeutet, wird bei näherer Betrachtung schnell deutlich. Die Liste der Verbesserungen, Erneuerungen und benötigter Neuanschaffung ist lang. So mussten zunächst defekte Heizungen in den Außenzwingern auf Vordermann gebracht werden, marode Hütten galt und gilt es noch gegen neue auszutauschen.

Ganz wichtig ist Tierpflegerin Peters, das in die Jahre gekommene Außengelände wieder auf Vordermann zu bringen. Vor allem der Innenauslauf auf dem großflächigen Areal, um den die Zwinger, das Hauptgebäude und das Wohnhaus der Leiterin gruppiert sind, sollte baldmöglichst mit rund 40 Sichtschutzwänden ausgestattet werden. Derzeit entsteht in den Zwingern immer rebellische Unruhe, werden einzelne Hunde auf dem Platz vor den Hütten frei laufen gelassen. „Da erwachen sofort Aggressionen bei denen drinnen und draußen, eine Erholung ist der Freilauf so weder für die kurzfristigen Freigänger noch für die Zuschauer“, sagt Peters. Und auch die Tierheimbeschäftigten haben derart einen großen Aufwand. Rund 6 000 Euro, so Peters, koste etwa diese Maßnahme.

Zehn Hunde warten derzeit im Tierheim auf ein neues Zuhause, nach Ausbau sollen es mal mehr sein können. Und mit 15 Katzen ist die tierische Herberge derzeit gar überfüllt, eine Samtpfote musste gar im Vereins-Badezimmer einquartiert werden. Pensionsschnurrer können momentan - anders als bei den Hunden - noch nicht aufgenommen werden. Es fehlt eine Quarantänestation. „Im Mai, spätestens Juni hoffen wir, über eine verfügen zu können“, sagt Peters. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr bei Katzen müssen beispielsweise alle gebrachten Fundkatzen die ersten 14 Tage im Tierheim in einer solchen Station untergebracht sein.

Dringend geschaffen werden muss auch Raum für die Kleintiere im Heim. Hauptsächlich sind dies Nager. Im Moment nehmen zwei Meerschweinchen und fünf Hasen plus ein Mutterkaninchen mit fünf Babys das Vorstandszimmer im Kreistierheim in Beschlag. Maschendrahtzaun begrenzt das Parkett, das eigentlich der Heimleitung vorbehalten sein sollte. Ein kleines Nagerhaus vor dem Haupthaus des Heims würde mit rund 10 000 Euro zu Buche schlagen, meint Tierpflegerin Peters. Für alle wichtigen Neuerungen und Ausbesserungen müsse der Verein - so schätzt der Vorstand - rund 20 000 Euro in die Hand nehmen. Viel Geld für eine Organisation, die nach den Querelen in den Vorjahren nicht mehr sehr im Bewusstsein der Bevölkerung verankert ist. „Aber auch da ist viel in Bewegung, wir bekommen immer mehr Akzeptanz und auch Unterstützung“, freut sich Peters berichten zu können.

Neben der hauptamtlichen Leiterin arbeiten derzeit eine 400-Euro-Kraft, ein Ein-Euro-Jobber sowie zwei freiwillige Helfer im Tierheim an der Munastraße. Hinzu kommen einige Gassi-Geher, derer es vor allem unter der Woche mehr bedürfte. „Wir freuen uns über jede helfende Hand“, beteuert Peters.

Wer also den Tieren den Aufenthalt im Tierheim versüßen, bei der Neugestaltung mithelfen oder einfach in die Institution hinein schnuppern möchte, kann dies zu den Öffnungszeiten gern unverbindlich tun: Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 14 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung.

Wer Interesse daran hat, mit den Hunden spazieren zu gehen, kann dies von Montag bis Samstag von 10 bis 13 Uhr sowie Sonntag von 12 bis 15 Uhr. Telefonisch ist das Tierheim unter Tel. 06071 3944390 erreichbar sowie im Internet.

Quelle: op-online.de

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