Neue Projekte möglich

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Gut vernetzt: Heinz und Helma Müller, Inge Eckmann und Günter Willmann besuchten den Hessischen Stiftungstag in Wiesbaden, um sich umfassend zu informieren.

Münster - Seitdem die Münsterer Bürgerstiftung im Jahr 2008 gegründet wurde, ist sie um mehr als 18.000 Euro gewachsen.

Über 25 Münsterer Bewohner, die bürgerliche Gemeinde, die Kirchengemeinden, Vereine und Unternehmen haben sich bei der Bürgerstiftung zusammengetan, um gemeinsam Projekte in der Gemeinde zu unterstützen. Dank der zahlreichen Zuzahlungen misst die Stiftung mittlerweile ein Kapital von stolzen 68.000 Euro. „Die Aufgabe der Vorstandsmitglieder ist aber, den Kapitalstock noch weiter aufzubauen oder zu neuen Spenden aufzurufen. Dem müssen wir ständig nachgehen, sonst erfüllt die Bürgerstiftung nicht ihren Zweck“, erläutert Günter Willmann. Gemeinsam mit Heinz Müller und dem Neuzugang Günter Huther bildet er den engagierten Vorstand.

Willmann, Müller und Huther sind nur die ausführende Kraft – alle Entscheidungen liegen hingegen in der Hand derjenigen Stifter, die mehr als 1000 Euro bereitgestellt haben. Diese bilden den Stiftungsbeirat. „Wir sind sehr froh, die Stiftung in Münster zu wissen, denn dadurch haben engagierte Bürger eine Anlaufstelle, mit der sie Ideen in die Tat umsetzen können“, freut sich auch Bürgermeister Walter Blank, der gemeinsam mit seinem Stellvertreter Kai Herd dem Beirat vorsteht. Hilfe zur Selbsthilfe ist angedacht, ein umkomplizierter Weg, um Dinge anzuschieben. So können sich Vereine, Institutionen und Bürger an die Stiftung wenden, wenn sie Projekte in den Bereichen Kultur, Kunst und Denkmalpflege, Natur- und Umweltschutz, Bildung, Wissenschaft und Forschung oder Heimatkunde und Heimatpflege umsetzen wollen.

„Wir stärken damit die Bürger und auch unsere Gemeinde als solches, denn Kultur, Heimatpflege und Umwelt sind für das Wohnklima vor Ort ganz wichtige Bereiche“, weiß Inge Eckmann, die sich ebenfalls für die Projekte engagiert. Seit der Gründung 2008 hat sich durch die Gelder bereits einiges bewegt. So wurden die Räumlichkeiten des Heimat- und Geschichtsvereins Münster in der Langsmühle weiter ausgebaut. Da es sich hierbei um ein historisch wertvolles Gebäude handelt, wird seine Unterhaltung generell von der Stiftung unterstützt. Zudem wird das Projekt „Münster blüht auf“ finanziell unterstützt, das von engagierten Altheimer Bewohnern ins Leben gerufen wurde. Ein weiterer Punkt ist die Restauration des Gedenksteins der katholischen Kirche Sankt Michael, der nur durch die Bürgerstiftung möglich geworden ist. Im kommenden Jahr steht auf dem Plan, dass die Altheimer Neujahrsmatinee am 19. Januar unterstützt wird.

Für diejenigen, die 2014 auch ein Projekt angehen möchten, die finanziellen Mittel dafür aber nicht reichen, gibt es gute Neuigkeiten: Die Bürgerstiftung will noch weitere Hilfe leisten. „Es ist lediglich wichtig, dass ein Finanzierungsplan vorliegt und die Ziele mit denen der Bürgerstiftung übereinstimmen“, beschreibt Willmann das Vorgehen. Das heißt aber auch, dass weiter zugestiftet werden kann und Spenden nach wie vor willkommen sind. „Wir haben neue Flyer entwickelt, die jetzt verteilt werden und an vielen Stellen ausliegen. So können sich alle Interessierten ausreichend informieren“, erläutert Eckmann und sagt abschließend: „Die Bürgerstiftung bereichert unsere Gemeinde sehr. Mitmachen lohnt sich also, ganz gleich ob als Stifter, als Spender oder aber als Projektanbieter.“

(chi)

Quelle: op-online.de

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