Schauspiel und Revue

Neues Volkstheater vor Premieren

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In Weisskirchen laufen die letzten Proben für die Revue „Zwei Apfelsinen im Haar“. Von links: Franziska Langer, Sven Fischer-May, Denise Bickler und Bagdasar Khachikyan. Premiere wird in Babenhausens Stadthalle sein.

Münster - Das Komödien- und Volkstheater Fischer-May mit Sitz in Münster gründete sich bereits am 11. November 2015. Jetzt geht mit den Aufführungen los. Das Schauspiel „Wer ist wer?“ hat am Samstag, 4. März, Premiere, die Revue „Zwei Apfelsinen im Haar“ am Sonntag, 12. März. Von Thomas Meier 

Eine Handvoll Theater- und Schauspielleute fanden sich zusammen und sehen Münster als idealen Standort, wenngleich die ersten Aufführungen in Babenhausen sein werden. „Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.“ Charlie Chaplins Ausspruch haben sich die Akteure um Regisseur Marcel Fischer-May auf die Fahnen geschrieben. Sie sehen ihre Mission darin, ihr Publikum zum Lachen zu bringen und den Alltag für ein paar Stunden vergessen zu lassen. „Wir präsentieren mit viel Herz und Leidenschaft ausgewählte Stücke aus den Rubriken Schauspiel, Musical, Revue und Comedy“, verrät der 28-jährige Lübecker, der mit Patrick May für die Münsterer Theater-Firma verantwortlich zeichnet.

Der Speditionskaufmann lernte drei Jahre in Hamburg an der Stage Art Musical School, einer staatlich anerkannten Berufsfachschule für angehende Musical-Darsteller, sein Fach, hatte Unterricht in Steppen, Jazzdance, klassischem Ballett und Schauspiel. Im Rhein-Main-Gebiet angekommen, besuchte er zudem professionelle Kurse bei Thomas „Bäppi“ Bäppler-Wolf, langjähriger Präsident des Berufsverbandes Deutscher Tanzlehrer. Zudem ist er seit zwei Jahren bei der Musical-Factory 64853 in Groß-Umstadt dabei und auch in deren neues Projekt „Flame“ involviert.

Mit Patrick May fand er einen Partner, der ihn in seinem Streben nach künstlerischer Selbstständigkeit nicht nur voll unterstützt, sondern hinter der Bühne für die gesamte Technik, den Kartenverkauf und das Management verantwortlich zeichnet. Via Bekanntenkreis und per Stellenanzeige fand sich die bunte, aber sehr professionelle Truppe zusammen, die jetzt das Münsterer Volkstheater Fischer-May ausmacht.

Darunter ist etwa Franziska Langer. Die 24-jährige Rodgauerin ist in Frankfurt ausgebildete Schauspielerin und gleich in Revue und Schauspiel präsent. In „Apfelsinen-im-Haar“ hat der Russe Bagdasar Khachikyan (33) eine vor allem gesanglich überragende Rolle, denn der in Russland ausgebildete Opernsänger sang einige Zeit bei den Original Don Kosaken und weiß auch sein tänzerisches Talent bestens einzubringen. Denise Bickler ist als Malerin und Lackiererin zwar eine Quereinsteigerin, aber seit Jahren mit Laientheater bestens vertraut. Weitere Akteure im Schauspiel sind Chris Gehron und Iris Katzer. Und über alle Ensemble-Mitglieder sagt Sven Fischer-May: „Wir haben uns alle furchtbar lieb und passen ganz toll zueinander.“

Auch wenn sie noch anderen Jobs nachgehen, so soll das Theaterspielen doch auf hohem Niveau betrieben werden und für einige vielleicht auch mal zum Broterwerb alleine dienen. Geprobt wird derzeit noch im Gasthaus „Tresor“ in Rodgau-Weisskirchen, dort haben die Akteure ein verständnisvolles Wirtshausehepaar getroffen.

Eigentlich sollte es ja auch schon im Januar so richtig los gehen mit der Schauspielerei, doch bis die teure Profitechnik stand, dauerte es. Und nun haben sich die Volksbühnen-Macher ausgerechnet Spielorte ausgewählt, die urplötzlich und unverhofft geschlossen werden mussten, weil die Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten werden konnten. Kleine Hallen in Sickenhofen und Hergershausen stehen nun nicht wie gehofft zur Verfügung. Doch Patrick May lobt die Verwaltung in Babenhausen: „Als das Problem offenbar wurde, offerierten uns die Verantwortlichen mit dem Kleinen Saal der Stadthalle Babenhausen eine sehr schöne Ersatzräumlichkeit, auf die wir gern zurückgreifen.“

Münster sehen die Macher als idealen Standort an, in dem sie – möglichst schon bald – ein eigenes oder angemietetes Haus bespielen möchten. Im Umkreis von rund 20 Kilometern gebe es, abgesehen vom Darmstädter „Kikeriki“ mit speziellem Programm, kein weiteres Volkstheater.

Der Kartenverkauf ist bereits gestartet. Über die beiden Stücke, das Ensemble, Aufführungstermine und Spielorte können sich Interessierte auf der Homepage www.kovofima.de informieren, dort werden sie auch zum Vorverkauf weiter geleitet. Tickets gibt es auch auf www.ADticket.de. Samstagsaufführungen beginnen um 20 Uhr, Sonntagstermine um 14.30 Uhr.

Quelle: op-online.de

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