Neujahrsmatinee des MGV Altheim

Stiftung fürs lokale Wohlfühlen

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Als Solistin des Ensembles „philSaitig“ überzeugte Meike Willner bei der Neujahrsmatinee des MGV Altheim.

Altheim - „Musizieren ist etwas für den Wohlfühlfaktor“, begrüßte Monika Klein-Obeth zur Neujahrsmatinee des Männergesangvereins Altheim die Gäste im altehrwürdigen Turnsaal der ehemaligen Volksschule Altheim, dem Gustav-Schoeltzke-Haus. Von Thomas Meier 

Doch nicht nur dem Gesang des MGV und dessen Matinee-Gästen, den Musikern des heimischen Ensembles „philSaitig“, galt das Interesse des Vormittags. MGV-Vorsitzender Günter Willmann, er ist auch Vorsitzender der Gemeindevertretung Münster, nutzte die Gunst der Stunde, etwas über die Bürgerstiftung der Gemeinde zu berichten, mit deren Unterstützung die hochkarätige Matinee erst möglich wurde.

Die Bürgerstiftung wurde 2008 aus der Taufe gehoben, Auslöser für die Gründung war damals die Einrichtung des Heimatmuseums in der Langsmühle, dessen Betrieb unterstützt werden sollte. „Das war auch in den zurückliegenden Jahren immer wieder der Fall,“ erinnerte Willmann an die Herrichtung neuer Räumlichkeiten, in denen das Angebot des Heimat- und Geschichtsvereins Münster läuft. Dort werden Kenntnisse in alten Schriften vermittelt und Ausstellungen vorbereitet. Willmann kündigte an: „Auch in diesem Jahr wird im Heimatmuseum wieder eine Ausstellung konzipiert und präsentiert. In ihr wird es um die Entwicklung des musikalischen Lebens in Münster und Altheim gehen.“ Vernissage für die Schau soll am Sonntag, 2. Februar, sein.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mehr als 25 Münsterer, die bürgerliche Gemeinde, die Kirchengemeinden, ein Verein und mehrere Unternehmen hatten sich im Jahre 2008 als Stifter betätigt und dafür gesorgt, dass sich die Bürgerstiftung für Münster gründen konnte.

Doch würdigte Willmann auch zahlreiche weitere, zurückliegende Projekte, die von dem verwalteten Sondervermögen unterstützt worden seien. Beispielsweise ist der Kunstkalender mit Impressionen der Gemeinde so entstanden oder ein historischer Grabstein konnte via Stiftungsgeld fachgerecht restauriert werden. Und gleich mehrfach habe die Altheimer Initiative „Münster blüht auf“ durch Unterstützungen in der Gemeinde etwas bewegen können.

„Die Bürgerhilfe steht für Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Willmann. Sie habe sich dabei in der global vernetzten Welt für ein Engagement in der Region verschrieben. Und zur Pflege der heimatlichen Kultur gehöre nun auch eine Neujahrsmatinee hinzu, schlug der Referent den Bogen zur laufenden Veranstaltung.

Ständiges Ziel: Kapital aufbauen

Unterstützen könne die Stiftung aber immer nur im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Mittel. „Die Bürgerstiftung hat keine Mitglieder. Lediglich die Erträge aus dem Stiftungsstock sowie Spenden ermöglichen ihr die einzelnen Förderbeiträge“, sagte Willmann.

Seit der Gründung im Oktober 2008 gab es zahlreiche Zustiftungen, die den Stiftungsstock um mehr als 10.000 Euro wachsen ließen, so dass der Bürgerstiftung jetzt knapp 70.000 Euro als Kapital zur Verfügung stehen. Zur Finanzierung von Projekten stehen jedoch nur die Erträge aus dem Stiftungskapital oder Spenden zur Verfügung. Daher ist es ein ständige Aufgabe, den Kapitalstock weiter aufzubauen oder zu Spenden aufzurufen, damit die Stiftung ihren in der Satzung gestellten Aufgaben nachkommen vernünftig kann.

Sternsinger bei Ministerpräsident Bouffier

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Laut Günter Willmann machen die ersten Jahre der erfolgreichen Bürgerstiftung Mut: „Es muss nicht immer die ganze Welt sein, die man dabei im Fokus hat. Man kann sich auch im überschaubaren Raum einer Region für seine Heimatgemeinde engagieren und zu Verbesserungen beitragen.

Quelle: op-online.de

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