„...nicht tief genug den Hut ziehen“

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Gemeinde zeichnet ehrenamtliches Engagement ihrer Mitbürger aus. Bei der Bürger- und Sportlerehrung erhielten Monika Ries und Reiner Löbig von Bürgermeister Walter Blank (rechts) und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Günter Willmann (links) , die Ehrenplakette der Gemeinde Münster.

Münster - Es gibt sie noch: Jene Mitbürger, die ohne einen Cent zu verlangen, Arbeit für die Allgemeinheit leisten – und das in ihrer Freizeit. Von Michael Just 

„Vor diesen Menschen kann man den Hut nicht tief genug ziehen“, sagte Bürgermeister Walter Blank bei der Bürger- und Sportlerehrung in der Kulturhalle, als er Monika Ries (Freie Sportvereinigung Münster) und Reiner Löbig (TV Münster) für deren vorbildliches, ehrenamtliches Engagement auszeichnete. Beide erhielten mit viel Applaus die Ehrenplakette der Gemeinde Münster.

Monika Ries gehört seit 1972 der FSV an. Mit ihrem Mann und der Familie ist die 59-Jährige bis heute ein treuer Anhänger des Vereins geblieben. Monika Ries arbeitete von 1981 bis 1987 im Vergnügungsausschuss, von 1981 bis 1983 im Wirtschaftsausschuss und von 1991 bis 1993 im Karnevalsausschuss. Von 1989 bis 1991 war sie stellvertretende Leiterin der Abteilung Gymnastik. Im FSV-Vorstand engagierte sie sich einst als Schriftführerin und seit 1995 als Geschäftsführerin. Beim 100-jährigen Vereinsjubiläum half sie tatkräftig im Festausschuss mit. Bei den Karnevalssitzungen war sie auf und hinter der Bühne zu finden und tanzte sogar mehrere Jahre bei den „Evergreen Dancers“ mit.

Monika Ries besucht dienstags regelmäßig die Gymnastikstunden und übernahm 1999 die Turnstunde für Senioren, die jeden Montag stattfindet. „Sie ist immer zur Stelle, wenn man sie braucht“, so Blank in seiner Laudatio. 1975 trat Reiner Löbig dem Turnverein bei. Seit seiner Jugend hat er sich dem Handballsport verschrieben. In seiner aktiven Karriere war er ein zuverlässiger Stammspieler der 1. Herren und übernahm frühzeitig Verantwortung als Kapitän. Im April 1997 wurde er für 500 Spiele im Trikot des TV geehrt.

Noch während seiner aktiven Zeit kümmerte er sich um die Pressearbeit der Handballabteilung und gab als ehrenamtlicher Trainer seine Erfahrung weiter. Als es wegen einer Verletzung nicht mehr auflaufen konnte, blieb er trotzdem Verein und Sport verbunden. Seit 16 Jahren gehört er nunmehr dem Abteilungsvorstand Handball an. Hier koordiniert der 50-Jährige Termine, Hallenanmietung, Pass-Anträge und vieles mehr. Um den direkten Kontakt zu den Aktiven nicht zu verlieren, ist er während der Saison fast jedes Wochenende als Betreuer der 1. Herrenmannschaft im Einsatz. „Durch sein vielfältiges und langjähriges Engagement wurde er zum guten Geist der TV-Handballer. Und darüber hinaus zum Vorbild für die jüngere Generation“, so der Bürgermeister.

Quelle: op-online.de

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