Odenwälder soll Frau getötet haben

Angeklagter bestreitet Tat

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Auf der Suche nach weiteren Spuren zum Fall der tot aufgefundenen S.G. durchkämmten Bereitschaftspolizisten das Areal an der Gänseweide.

Münster/Darmstadt - Aus Eifersucht soll ein Mann eine Frankfurterin umgebracht haben. Der 52-Jährige muss sich deshalb nun wegen Totschlags vor dem Landgericht Darmstadt verantworten.

Im Prozess um den Tod einer 47-Jährigen hat der Angeklagte Hayreddin T. vor dem Darmstädter Landgericht am ersten Prozesstag die Vorwürfe zurückgewiesen. In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung bestritt er, das Opfer aus Frankfurt umgebracht zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52 Jahre alten Angeklagten aus Breuberg im Odenwald indes Totschlag aus Eifersucht vor.

Der Mann schilderte, er und die Frau hätten sich im April 2017 über Facebook kennengelernt und eine Beziehung begonnen. Laut dem Angeklagten traf sich die Frau noch mit anderen Männern. Deswegen habe er die Beziehung beenden wollen. Aber die 47-Jährige habe sich nicht von ihm trennen wollen.

Am 20. August 2017 habe man sich erneut getroffen. Abends habe er die Frau wieder nach Hause gefahren und sei anschließend durch die Gegend gefahren, weil er sich geschämt habe, zu seiner Frau und seinen fünf Kindern zurückzukehren. „Ich dachte, ans Meer zu fahren und mich zu ertränken“, erklärte er seine anschließende Fahrt nach Frankreich. Noch im Elsass war der Mann seinerzeit verhaftet worden. Die zunächst vermisste Frau war schließlich am 1. September vom einem Jagdpächter in einem Vogelschutzgebiet bei Münster, wie berichtet, tot aufgefunden worden. Sie lag nur wenige Schritte entfernt am Ende eines Waldweges, der von der Munastraße zur Gänseweide führte. Der Täter hatte sein Opfer in den Graben zwischen Feldweg am Wald und Lichtung abgelegt, aus dem dichtes Gras wuchs.

Rund drei Dutzend Bereitschaftspolizisten aus Mühlheim durchkämmten seinerzeit das Areal rund um den Fundort der Frauenleiche. Mit Schneidmaschinen, Heckenscheren, Buschmessern und Kettensägen waren sie ausgerückt, um weitere Spuren auf dem Weg zum Auffindeort zu entdecken.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

Kurz nach dem Verschwinden der dreifachen Mutter hatten die Ermittler öffentlich nach dem Tatverdächtigen gesucht und ihn schließlich am 26. August im französischen Colmar festgenommen. Der Prozess wird an der 11. Strafkammer des Landgerichts Darmstadt fortgesetzt. (dpa/tm/st)

Quelle: op-online.de

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